Erstellt am 18. Mai 2016, 05:34

von Pia Reiter

Zentralmatura: Erste Etappe geschafft. Für 248 Schüler standen vergangene Woche die schriftlichen Prüfungen an, Direktoren zeigen sich zufrieden.

Aufwändige Organisation. Bei der Zentralmatura sitzen alle Schüler des Gymnasiums in einem Raum, zeitliche Abläufe sind laut Bifie genau vorgegeben und müssen vor allem in den Lebenden Fremdsprachen, wo es vier Prüfungsteile, die extra ausgeteilt und eingesammelt werden müssen, eingehalten werden.  |  NOEN, zvg
In der vergangenen Woche traten allein in Bezirk und Stadt Neusiedl 248 Schüler zu ihren schriftlichen Reifeprüfungen an: 52 im Gymnasium Neusiedl, 48 in der AkWi (HAK Neusiedl am See), 57 in der HAK Frauenkirchen und 91 im Pannoneum.

Für die Berufsbildenden Höheren Schulen war es heuer eine Premiere. Und die ist, was den administrativen Ablauf betrifft, überall problemlos verlaufen.

Gym: „Es wird schön langsam zur Routine“

„Mit der Zentralmatura gab es keine Probleme, es lief alles perfekt. Alle Angaben waren vollständig. Die Unterlagen wurden vom Bifie zeitgerecht zugestellt und der Ablauf war perfekt organisiert“, bestätigt Emilie Toppel, Schulleiterin der HAK Frauenkirchen. Auch Beata Sämann-Takacs, Direktorin an der HAK Neusiedl am See, sagt: „Die Vorbereitungen waren perfekt, sodass alles reibungslos ablief. Erste Etappe geschafft!“

Etwas zu schaffen machte den Schülern am Pannoneum so manche Aufgabenstellung (siehe auch Zitatebox), so wurden die Textbeilagen in Deutsch als anspruchsvoll bezeichnet. Auch die Formulierungen der Aufgabenstellungen in Mathematik waren abweichend von dem im Vorfeld vom Bifie veröffentlichten Übungen, heißt es.

Im Gymnasium hat man bereits Erfahrung mit der Zentralmatura: „Es wird schön langsam zur Routine, bleibt aber organisatorisch einfach sehr aufwendig. Die einheitliche Beginnzeit um 8.30 Uhr ist eine gute Idee, weil sie nicht mit dem Unterrichtsbeginn um 8 Uhr zusammenfällt“, meint Direktor Walter Roth.

Derzeit noch ausständig sind die schriftlichen Prüfungen in Spanisch am Pannoneum (18.5.) und in Latein (19.5.) am Gymnasium Neusiedl. Für diejenigen, bei denen es bei der schriftlichen Matura nicht gereicht hat, stehen dann die sogenannten Kompensationsprüfungen an, bei denen sie die Möglichkeit haben, die negative Beurteilung auszubessern.


Zitiert: „Großteil machbar“

„In Deutsch hat es 3 Themenpakete gegeben und wie auch 80 % aller Maturanten habe ich Themenpaket 3 genommen. Die Mathematura war meiner Meinung nach nicht sehr schwierig. Zwar waren einige Aufgaben unverständlich, aber dennoch war der Großteil machbar.“
Christian Azzouni, HAK Neusiedl

„Meiner Meinung nach, war es enorm schwer, sich auf die Mathematik-Matura optimal vorzubereiten, da weder Lehrer, noch Schüler wussten, was genau zur Matura kommen konnte und derartige Matura-Rechenbeispiele in keinem Lehrbuch vorhanden waren. Somit konnten uns die Lehrer nicht darauf trainieren und wir wurden ins kalte Wasser gestoßen.“
Max B., HAK Frauenkirchen.

„Wie schwierig die Aufgaben empfunden werden, ist immer sehr subjektiv. Gerade bei einer Abschlussprüfung muss Leistung gefragt sein und Aufgaben dürfen auch anspruchsvoller sein. Die burgenländischen Schulen waren sehr gut vorbereitet.“
Landesschulratspräsident Heinz J. Zitz