Erstellt am 01. August 2012, 00:00

Zentrum für alle Generationen. ZUKUNFTSPROJEKT / In Halbturn soll ein Gemeindezentrum um etwa drei Millionen Euro entstehen. Mehrzweckhalle und Senioren-Tagesheim sind eingeplant.

Ein zentrales Gemeindegebäude soll die Wünsche und Bedürfnisse aller Generationen erfüllen. Die ersten Schaubilder des Gemeindezentrums geben bereits einen ersten Einblick in das Projekt.ZVG  |  NOEN
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HALBTURN / In Zukunft soll ein großes Gemeindezentrum alle für den Ort wichtigen Institutionen unter einem Dach beherbergen. So lautet der Wunsch des Bürgermeisters Markus Ulram (ÖVP). Er spricht vom Gemeindeamt, dem Postpartner, dem Polizeiposten, der Sparkasse und der Volkshochschule, dazu soll eine Tagesheimstätte für Senioren und eine Mehrzweckhalle kommen.

Ein derartiges Projekt werde schon länger überlegt, sagt er, weil es an jeder Ecke Gemeindegebäude gäbe, die sanierungsbedürftig seien. Gemeint sind damit das gemeindeeigene Arzthaus, das Vereinshaus, das Gemeindeamt, aber auch das Feuerwehrhaus, welches allerdings nicht in das zukünftige Gemeindezentrum integriert werden kann. Das Gemeindeamt wurde 1963 in Betrieb genommen. Bis dato sei nicht viel investiert worden. Das Haus müsse auf alle Fälle saniert werden.

Grundkonzept der  Bevölkerung präsentiert

„Die Idee ist es, ein zentrales Gebäude für alle Generationen zu schaffen“, erklärt Ulram. Der erste Schritt dafür sei bereits vergangenes Jahr mit dem Kauf eines Grundstückes neben der Bürger-Service-Stelle geschehen. Weiters wurde nun die Veranstaltungshalle des Gasthauses Knöbl gekauft (die BVZ berichtete).

Eine Bebauungsstudie wurde bereits der Bevölkerung präsentiert. Die Rückmeldungen seien durchwegs positiv gewesen, so Ulram.Vize-Bürgermeister Horst Kirschner (SPÖ) hätte sich allerdings mehr Informationen im Vorfeld im Gemeinderat gewünscht, wobei er dem Projekt grundsätzlich positiv gegenübersteht. „Ich bin der Meinung so ein großes Projekt muss zuerst im Gemeinderat behandelt werden, dann muss es eine Erhebung bei der Bevölkerung geben, um deren Bedürfnisse zu erfahren“, sagt Kirschner. Erst dann könne man mit der Projektplanung und dem Kauf von Grundstücken und Objekten beginnen.

Das Grundgerüst der Planung steht jedoch bereits. Ideen können allerdings noch eingebracht werden. Gespräche mit Vereinen und der Bevölkerung sollen als nächster Schritt folgen.

Momentan führt der Ortschef mit dem Innenministerium bezüglich Polizeiposten und der Sparkasse Verhandlungen. „Die Gespräche gehen in die richtige Richtung“, sagt Ulram.

Mit der Sanierung des Gemeindeamtes und der Bürger-Servicestelle sowie mit dem Zubau soll in einem Jahr begonnen werden. Die Baukosten dürften nach ersten Schätzungen des Architekten Johannes Kandelsdorfer auf etwa drei Millionen Euro kommen.

Vize-Bürgermeister Kirschner kritisiert , dass der Speisesaal des Gasthauses Knöbl, für den die Gemeinde ein Vorkaufsrecht besitzt, in die Planung integriert worden ist, der Kauf allerdings im Finanzierungsplan (siehe Kasten oben) nicht aufscheint.