Erstellt am 04. Juni 2014, 08:07

von Katharina Zedlacher-Fink

„Zu nah an Wohngebiet“. Unterschriftenaktion / Bewohner des Friedrichshof fordern das Aus für ein Windrad, dass 1.000 Meter von ihren Häusern gebaut werden soll.

Bürgermeister Werner Friedl: »Windräder kommen nur in genehmigte Eignungszonen.«  |  NOEN, BVZ

Sie seien nicht gegen Windenergie und Windräder im Allgemeinen, nur in diesem einen Fall sei das Windrad mit einem Abstand von 1.000 Metern zu nahe an ihren Häusern und Wohnungen. Deshalb fordern mehr als 50 Bewohner des Zurndorfer Friedrichshofs den Gemeinderat per Unterschriftenliste auf, bei seiner Sitzung am heutigen Mittwoch gegen das geplante Windrad zu stimmen.

„Eine Frau ist bereits weggezogen, weil sie in der Nacht die Vibrationen durch den Infraschall von einem nahegelegenen Windrad gespürt hat“, erklärt Elisabeth Asuo, ein Mitglied der Arbeitsgruppe Umwelt am Friedrichshof, die die Unterschriftenliste gestartet hat. Außerdem fühlen sich die Friedrichshofer nicht ausreichend über das Bauvorhaben für das neue Energie-Burgenland-Windrad informiert.

Standort innerhalb der Eignungszonen

„Wir haben die gesetzliche Einspruchsfrist von zwei Monaten ordnungsgemäß eingehalten“, sagt Zurndorfs Bürgermeister Werner Friedl (SPÖ). Da habe niemand Einspruch erhoben, deshalb sei es für ihn eine klare Sache, dass das Windrad auch wie geplant kommen werde, so Friedl. Heute Mittwoch soll der Gemeinderat jene Verordnung beschließen, dass das Land das Windrad-Projekt absegnen kann. „Durch das Windrad kommt Geld in die Gemeindekasse, das wiederum für soziale Projekte verwendet wird“, so Friedl. Außerdem verweist Friedl auf gültige Eignungszonen, die eben auch am umstrittenen Standort das Windrad erlauben.

„Wir hoffen, dass in Zukunft nicht nur Tiere, sondern auch Menschen vor den Auswirkungen der Windräder geschützt werden. Der gesetzliche Abstand von 1.000 Metern ist bei derart großen Windrädern, wie sie heute gebaut werden, einfach zu gering“, meint Elisabeth Asuo.