Erstellt am 27. Mai 2015, 10:06

von Pia Reiter

Schutzweg muss weg. Zebrastreifen in der Stadt wurden von Sachverständigen begutachtet, Schutzweg bei Taboki und Volksschule wird verlegt.

Schlechte Lage. Der Schutzweg, der das gefahrlose Überqueren der Straße bei Kindergarten und Volksschule ermöglichen soll, ist laut Sachverständigen an einer zu steilen Stelle positioniert und muss verlegt werden.  |  NOEN, Martin Reiter
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Das Land Burgenland hat sämtliche Schutzwege der Stadt unter die Lupe genommen und überprüft, ob sie verkehrstechnisch Sinn machen. In Neusiedl am See gibt es auf Gemeindestraßen 20 Schutzwege, ausgenommen sind hiervon Landesstraßen wie die Eisenstädterstraße, Hauptstraße und Wienerstraße. Von diesen 20 werden vier Schutzwege ersatzlos gestrichen, vier sollen verlegt werden und bei drei sind ergänzende Untersuchungen beziehungsweise Gutachten erforderlich. Stadtrat Thomas Halbritter (ÖVP) und Verkehrs-Stadtrat Roman Scheuer (SPÖ) haben sich mit dem Sachverständigen der Landesregierung, Karl Graf, alle Schutzwege vor Ort angesehen.

„Manche sind durchaus auflassbar, zum Beispiel im Bereich von Zufahrten. Bei manchen gab es Diskussionen, wie zum Beispiel bei der Verlängerung des Zebrastreifens bei der Klosterschule über die Kalvarienbergstraße. Dieser kann bleiben, wir müssen aber ein Beleuchtungsgutachten nachliefern. Im Bereich Feldgasse, Lisztgasse und Kellergasse gibt es sicher Optimierungspotenzial“, erklärt Halbritter. Vor allem bei einem Schutzweg, besteht laut Graf, Handlungsbedarf, denn dieser liegt auf dem Schulweg vieler Kinder, die die Tabor-Volksschule besuchen und in unmittelbarer Nähe des Kindergartens am Tabor (Taboki) ist.

Laut Sachverständigem ist er zu steil und an einer uneinsehbaren Stelle, weil die Straße beim Bringen und Abholen der Kinder verparkt ist. Deshalb soll nun der Gehsteig verlängert und der Schutzweg in einen übersichtlicheren, flacheren Teil verlegt werden. Dazu gab es bereits einen Lokalaugenschein mit Kindergartenleiterin, Volksschuldirektorin, Elternvertretern sowie Graf, Halbritter und Scheuer. Als Sofortmaßnahme sollen Büsche, die zusätzlich die Sicht einschränken, zurückgeschnitten werden. „Wir werden mit den Grundstücksbesitzern Gespräche führen und hoffen bis Herbst auf eine Lösung“, betont Scheuer.