Erstellt am 14. November 2012, 00:00

Zum Geburtstag ein Hotel. Drei Jahre / Die St. Martins Therme steckt noch in den Kinderschuhen. Beim Erwachsenwerden soll ein Ausbau in einem Investitionsrahmen von 15 bis 17 Millionen helfen.

Ein zweites Hotel soll noch mehr Gäste in die St. Martins Therme nach Frauenkirchen locken. zVG  |  NOEN
Von Birgit Böhm-Ritter

FRAUENKIRCHEN / „Wir haben noch viel vor“, sagt Klaus Hofmann. Der Geschäftsführer der St. Martins Therme & Lodge blickt im Rahmen der Feierlichkeiten zum Geburtstag des Ressorts auf erfolgreiche drei Jahre zurück. Er weist aber auch darauf hin, dass noch großes Potenzial in der Destination liegt.

Wohin die Zukunft führen soll, konkretisiert Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ): „Ein weiterer Ausbau in einem Investitionsrahmen von 15 bis 17 Millionen Euro wird überlegt“, erklärt er. Damit würde die St. Martins Therme europaweit zu den Top-Ressorts aufsteigen.

In der Wirtschaftsservice Burgenland AG (WiBAG), sind die „Überlegungen“ schon sehr weit gediehen. Die WiBAG, die neben 13 Gemeinden 77 Prozent der Eigentümeranteile hält, ist derzeit intensiv mit der Planung eines weiteren Hotels beschäftigt. „Die Pläne sind bereits vorhanden, das Projekt eigentlich fix fertig“, bestätigt Franz Kast, WiBAG-Vorstandsdirektor, gegenüber der BVZ. Momentan werde intensiv an der Finanzierungsstruktur gearbeitet. Die Gespräche mit Banken und Investoren sollen bis Ende des Monats abgeschlossen sein. „Danach wird im WiBAG Aufsichtsrat über das Projekt entschieden“, erklärt Kast die weiteren Schritte.

Höhere Auslastung durch zweites Hotel 

Geplant ist ein Hotel im Vier-Stern-Segment. „Es soll an das bestehende Hotel angedockt werden“, sagt Kast, „und teilweise wird das Gebäude auf Pfahlbauten im Wasser stehen.“ Laufe alles nach Plan, könne bereits 2013 mit den Bauarbeiten begonnen und das Projekt 2014 abgeschlossen werden. „Einen Bauzeitplan gibt es aber noch nicht. Wenn es zu einem Eingriff in das bestehende Hotelgebäude kommt, wird aber nicht während der Sommersaison gebaut werden können.“

Aus den Erfahrungen der Thermen Lutzmannsburg und Stegersbach wisse man, dass ein weiteres Hotel für den Thermenbetrieb von enormer Wichtigkeit sei, unterstreicht SPÖ-Klubobmann Christian Illedits die Bedeutung eines Ausbaus: „Die St. Martins Therme hinkt der Auslastung der Lodge noch nach. Mit einem zweiten hochqualitativen Hotel könnte der Thermenbetrieb gestärkt werden.“ Der Wunsch zum dritten Geburtstag? „Steigende Besucherzahlen und die Realisierung des Bauvorhabens“, sagt Niessl.