Erstellt am 11. März 2015, 08:50

von Paul Haider

Biber plagen Bauern. Biber sorgen entlang der Leitha für Ernteausfälle. Landwirte und Bürgermeister fordern jetzt kontrollierten Abschuss der Tiere.

Gefährlich. Von Bibern abgenagte Bäume können zur Gefahr für Fußgänger werden, warnen Robert Michitsch und Bürgermeister Werner Friedl.  |  NOEN, Haider
Der Biber fühlt sich wohl an der kleinen Leitha. In den letzten zehn Jahren nahm die Population der Nagetiere hier rasant zu. Die offiziellen Zahlen des Bibermanagements sprechen von „über 100 Bibern“, die sich an der kleinen Leitha niedergelassen hätten. Inoffiziellen Schätzungen des Leithaverbandes zufolge könnte es sich jedoch bereits um bis zu 500 Tiere handeln.

Landwirte fordern kontrollierte Bejagung

Darunter leiden vor allem lokale Landwirte. Denn die Nagetiere sorgen mit ihren Bauten immer öfter für Überschwemmungen auf angrenzenden Feldern, die Folge sind massive Ernteausfälle. Außerdem bedienen sich die Biberfamilien gerne an Maisfeldern. Landwirt Hans Juhitzer, der einen Gutsbetrieb in Gattendorf verwaltet, spricht von einem Schaden von 500.000 Euro, der in seinem Betrieb in den letzten fünf Jahren auf diese Weise entstanden sei. „Es gibt keine Versicherung, die solche Schäden abdeckt“, beschwert sich Juhitzer.

Die Versuche seitens des Bibermanagements des Landes Burgenland, die Population mit dem Einsatz von Lebendfallen zu regulieren brachten bisher nicht die gewünschten Erfolge. Im Vorjahr konnte kein einziger Nager im Bereich der kleinen Leitha gefangen werden.

Jetzt fordern Landwirte wie Hans Juhitzer und auch Zurndorfs Bürgermeister Werner Friedl eine kontrollierte Bejagung der Biber, um den Bestand zu regulieren: „Wenn das Hab und Gut der Bevölkerung gefährdet ist, dann müssen Maßnahmen gesetzt werden, die auch greifen“, meint Ortschef Friedl.

Auch Krähen sorgen jetzt für Ärger

Neben den Nagetieren entlang der Leitha sorgen nun auch Vögel im Bereich des Friedrichshofes für Ärger: Bio-Bauern und Jäger klagen darüber, dass Krähen Felder leer fressen und Jagd auf Hasen machen würden.

Auch in diesem Fall appelliert Werner Friedl an die Landesregierung, eine Ausnahmeregelung zu veranlassen und eine kontrollierte Bejagung der Krähen zu ermöglichen.