Erstellt am 19. Juni 2013, 00:00

Zwei Klassen ziehen um. Klosterschule / Wegen verspätetem Start der Umbauarbeiten werden ab Herbst die beiden zweiten Volksschulklassen ausgelagert.

Lösung gesucht. Rudolf Luftensteiner, Ordensschulen Österreich, mietet während Umbau Klassenräume in der Landwirtschaftlichen Fachschule an. Pia Reiter  |  NOEN
Von Pia Reiter

NEUSIEDL AM SEE / Die Klosterschule braucht dringend Platz, weil durch den Umbau nicht genug Räume für alle Klassen der Volks- und Neuen Mittelschule vorhanden sind. Eine Querstraße weiter, in der Franz Lisztgasse, steht Friederike Pirringer, Direktorin der Landwirtschaftlichen Fachschule (LFS), vor einem ganz anderen Problem. Ihre Schule wird ab Herbst 2014 geschlossen, ab nächstem Schuljahr hat sie zwar mehr Platz als benötigt, aber nur mehr eine dritte Klasse, die ihr Abschlussjahr absolviert.

Nun hat sich der Schulerhalter, die Vereinigung von Ordensschulen Österreichs, dazu entschlossen, die nicht benötigten Räume in der LFS anzumieten und ab Herbst 2013 die dann beiden zweiten Klassen auszulagern. Das Mittagessen und die Nachmittagsbetreuung bleiben in der Klosterschule. Die betroffenen Schüler werden von einer Lehrerin hingebracht.

„Es ist für die Schüler die weit bessere Variante in einem großzügigen Schulgebäude mit bester Infrastruktur unterrichtet zu werden. In der LFS sind alle Probleme, die ich in Containern habe, wie WC, Garderobe, Hausschuhe, Bewegungsraum, gelöst“, erklärt Geschäftsführer Rudolf Luftensteiner, der den Vertrag für das kommende Schuljahr abgeschlossen hat.

Um mit den Umbau starten zu können, ist laut Luftensteiner derzeit noch ein einziger Behördenbescheid ausständig. Alle Firmen würden schon sehr lange auf den Beginn warten.

Begonnen wird mit dem Abbruch der Turnhalle, dann wird der Aushub für den neuen Turnsaal und den Kindergarten- und Klassentrakt gemacht und dann wird, geht alles nach Plan, an die Schule angedockt.

In der LFS ist man froh, der Platznot in der Klosterschule abhelfen zu können: „Die beiden Klassen bekommen den gesamten zweiten Stock für sich alleine, dort sind zwei Klassenzimmer mit je 60 Quadratmetern und ein großer Bewegungsraum. Auch den Turnsaal dürfen sie benutzen“, erklärt Direktorin Friederike Pirringer, die sich über die circa vierzig „Neuzugänge“ freut.