Erstellt am 28. Oktober 2015, 05:22

von Birgit Böhm-Ritter, Pia Reiter und Katharina Zedlacher-Fink

Zwei „neue“ Hauben. Martin Kugler und Josef Lentsch sind die Aufsteiger des Bezirks. „Mole West“ und „Nyikospark“ büßen einen Punkt ein.

Aufsteiger. Josef Lentsch und sein »Gasthaus Zur Dankbarkeit« konnten die Kritiker überzeugen und wurden mit 15 Punkten bewertet.  |  NOEN, STEVE HAIDER
Feinschmecker und Branchenkenner warteten bereits ungeduldig auf die neueste Ausgabe des Restaurantführers Gault Millau. Vergangene Woche wurde die druckfrische Ausgabe präsentiert. Mehrere dutzend Tester machten sich ein Bild über die Qualität von 847 österreichische Restaurants.



Die beste Bewertung im Bezirk bekam das „Wiegand am Friedrichshof“ in Zurndorf (15 Punkte), nur einen Punkt dahinter landeten das Restaurant „Zur Blauen Gans“ in Weiden am See, „Am Nyikospark“ in Neusiedl am See und das „L’altro vino“ in Nickelsdorf. Oliver Wiegand darf sich als einziger im Bezirk über zwei Hauben freuen.

„Wir kochen seit vorigen Jahr mit neuer Mannschaft und konnten die Punkte halten, das freut uns natürlich sehr. Die zwei Hauben bestätigen unsere Küche und unseren Weg“, so der Chef vom gleichnamigen Restaurant „Wiegand am Friedrichshof“.

Gäste sollen Seele baumeln lassen 

Über einen halben Punkt mehr als im Vorjahr darf sich das Gasthaus „Zur Dankbarkeit freuen. Damit bekommt Josef Lentsch „seine Haube“ wieder zurück und ist somit der Aufsteiger im Bezirk. „Das freut mich natürlich, aber ich habe in meiner Laufbahn zwei Mal die Haube verloren und es hat sich nie auf den Umsatz ausgewirkt. Wir haben uns bereits einen guten Ruf erarbeitet.“

Ob Haube oder nicht interessiere seine Stammgäste nicht. Sein Anspruch ist es ein Wirt zu sein, bei dem die Gäste ihre Seele baumeln lassen können. Ähnlich sieht es Fritz Tösch. Er hat mit dem Restaurant „am Nyikospark“ zwar einen Punkt verloren, mit 14 Punkten ist eine Haube aber gut abgesichert. „Ob ein Punkt mehr oder weniger ist egal, ich bin von meiner Linie überzeugt“. Bestätigt werde er durch sein wirtschaftlich bestes Jahr seit der Eröffnung des Restaurants.

Mole West-Chef Bernd Karolyi zeigt sich durch den Verlust von einem Punkt (von 15 auf 14 Punkten) motiviert: „Wir werden uns natürlich bemühen, den Punkt wieder zu holen und uns sogar noch zu verbessern.“
Newcomer des Jahres im Bezirk ist der Küchenchef der „Blauen Gans“. Martin Kugler steigt gleich mit 14 Punkten in die Reihen der Haubenträger ein.

 

BEWERTUNGEN

 Alle Burgenländer im Gault Millau 2016:

„Taubenkobel“ in Schützen am Gebirge 18 Punkte
„Gut Purbach“ in Purbach 16
Gasthaus Csencsits in Kohfidisch 16
„Wiegand am Friedrichshof“ in Zurndorf 15
„Greisslerei beim Taubenkobel“ in Schützen/Gebirge 15
„Zur Blauen Gans“ in Weiden am See 14
„Am Nyikospark“ in Neusiedl am See 14
„Zum alten Weinstock“ in Rudersdorf 14
„Wirtshaus im Hofgassl“ in Rust 14
„Wachter-Wieslers Ratschen“ in Deutsch Schützen 14
„L’altro vino“ in Nickelsdorf 14
„An Alapanka ma“ ,Eltendorf  14
„Kloster am Spitz“ in Purbach 13
„Mole West“ in Neusiedl am See  13
„Presshaus“ in Illmitz 13
„Vitatella“ in Pamhagen 13
„Zur Dankbarkeit“ in Podersdorf 13
„Henrici“ in Eisenstadt 12,5
Gasthof Gerlinde Gibiser in Heiligenkreuz 12,5

Bewertungsschlüssel:
Vier Hauben: 19 und 20 Punkte
Höchstnote für die weltbesten Restaurants
Drei Hauben: 18 und 17 Punkte
Zwei Hauben: 16 und 15 Punkte
Eine Haube: 14 und 13 Punkte