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11.01.2012 | 10:44 |
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Rektoren-Chef will vernünftige Uni-Diskussion
(© APA (OTS/Archiv))
Ein Plädoyer für eine sachliche anstelle einer ideologischen Diskussion über den geplanten Hochschulplan hat der Chef der Universitätenkonferenz (uniko), Heinrich Schmidinger, am Dienstagabend beim Neujahrsempfang der Rektoren gehalten.

"Lassen wir das mit dem Hochschulplan verbundene Anliegen nicht im parteipolitischen Alltag untergehen", appellierte er.

Zuerst sollten die Kapazitäten der österreichischen Hochschulen festgestellt, dann die entsprechenden Ziele gesetzt und schließlich realistische Visionen entwickelt werden. Ihm sei klar, dass die bevorstehenden Debatten zum Hochschulplan nicht diesem Ideal entsprechend, sondern zu "ebener Erd" geführt werden, so Schmidinger. Er wünschte sich allerdings, dass sich die Beteiligten wenigstens daran orientieren. Ohne die Entwicklung einer Perspektive drohe Österreich in "eine Art Geiselhaft unserer eigenen Provinzialität" zu geraten und von Ländern wie China, Indien oder den USA abgehängt zu werden.

Unterstützung ihrer Anliegen dürfen die Uni-Rektoren von Wissenschaftsminister Töchterle erwarten: "Ich fühle mich noch immer als einer der euren", betonte der ehemalige Rektor der Universität Innsbruck in seiner Rede. Er werde sie etwa bei der Verteidigung der Autonomie unterstützen. Für Töchterle ist diese Autonomie "der wesentliche Gewinn des Universitätsgesetzes 2002". Sie müsse "immer wieder neu erkämpft werden" und werde ein zentraler Punkt des Hochschulplans sein.

Aber er sei auch "festen Willens, den Führungsanspruch der Universitäten" bei der neuen Lehrer-Ausbildung zu unterstützen - auch, wenn manche Unis erst durch die Diskussion um die Reform "aufgewacht" seien. Gute Lehre müsse immer wissensbasiert sein und Forschung finde eben an den Universitäten statt, wandte er sich indirekt gegen die Pläne von Unterrichtsministerin Schmied.






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