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09.11.2011 | 07:50 |
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Europa: Lernen aus den Fehlern

HARALD KNABL über die griechischen Stolpersteine am europäischen Weg.

Vorige Woche ist man nicht fertig geworden, den Kopf zu schütteln. Selbst gefestigten Europagläubigen dürften Zweifel ob der Zukunft dieser Vision eines Kontinentes gekommen sein, der sich nach vielen hundert Jahren der Zerfledderung auf den Weg gemacht hatte, den steinigen Weg der Vereinigung zu gehen. Und dann kam Griechenland. Und das ist, das kann man wohl sagen, kein kleiner Stolperstein auf diesem steinigen Weg.
Griechenland ist schon deshalb mehr als ein Hindernis, das halt so auftaucht, wenn man eine Vision verfolgt, weil sich hinter der wirtschaftlichen Krise dieses Landes leider auch die Idee entblößt, wie man im Süden des Kontinentes mit der europäischen Idee umgegangen ist. Und umgeht.

Große Töne, falsche Zahlen. Kein Wille zur Änderung. Acht Milliarden Euro wurden an Pensionen in den letzten Jahren an Personen bezahlt, die längst nicht mehr lebten. Das hat keinen geschert, das gehörte offenbar zum griechischen Alltag, wie es auch üblich war, den Staat um seine Steuereinnahmen zu prellen. Und jetzt? Wut in der Bevölkerung Griechenlands (wodurch die begründet ist, bleibt uns wohl unverständlich), aber auch zunehmende Wut in Resteuropa. Und schon blicken wir voller Sorge nach Italien. Und das ist ein anderer Brocken.
Man darf annehmen, dass Europa und der Euro diese Krise überstehen werden. Jedes andere Szenario würde diesen Kontinent in ein unglaubliches Chaos stürzen. Es ist zu befürchten, dass das nicht leicht sein wird, aber wir werden es überstehen. Krisen können auch stärken, heißt es. Und aus Fehlern kann man auch lernen. Hoffen wir’s.




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