Erstellt am 31. August 2011, 00:00

21-Jähriger brutal zusammengeschlagen. SCHWER VERLETZT / Vor einer Disko kam es zu Ausschreitungen, bei denen ein 21-Jähriger einen doppelten Kieferbruch erlitt.

OBERPULLENDORF /  Fassungslosigkeit herrscht derzeit bei Familie Welleditsch aus Oberpullendorf, nachdem Samstagnacht der 21-jährige Fredi aus Mitterpullendorf vor einer Diskothek brutal zusammengeschlagen wurde. Drei Burschen hatten Fredi und seinen 20-jährigen Freund, als diese gerade die Disko verlassen wollten, niedergestoßen und auf den Kopf des Burschen eingetreten. „Mein Schwiegersohn erlitt dabei einen doppelten Kieferbruch. Er musste mittlerweile in Graz einer dreistündigen Operation unterzogen werden“, erzählt die geschockte Doris Welleditsch im Gespräch mit der BVZ.

Wie es zur Schlägerei gekommen war, steht bisher nicht fest. Unverständnis äußert die Schwiegermutter zudem über das Verhalten anderer Lokalgäste: „Zahlreiche Diskobesucher sind beim Kampf herumgestanden aber niemand hat die Polizei gerufen. Erst als sich der Freund meines Schwiegersohnes losreißen konnte, konnte dieser per Handy Hilfe holen“, erzählt sie weiter. Die Rettungskette habe dann aber bestens geklappt. Innerhalb kürzester Zeit seien die Beamten vor Ort gewesen und hätten die Raufbolde auseinander gezerrt.

Der 21-jährige Fredi lag da schon blutüberströmt am Boden und wurde mit der Rettung ins Krankenhaus nach Oberpullendorf gebracht. „6 Wochen wird Fredi nicht sprechen können und vermutlich den Rest des Jahres arbeitsunfähig sein. Wir wissen gar nicht, wie es weitergehen soll“, ist Welleditsch verzweifelt. „Sein fünf-jähriges Kind fragt zudem auch schon immer nach dem Papa und kann nicht verstehen, wieso dieser nicht da ist“, erzählt sie weiter.

Angehörige startet  Unterschriftenaktion

„Ich will nicht jedes Wochenende in Todesangst zu Hause sitzen müssen, wenn meine Kinder in Oberpullendorf unterwegs sind und so geht es vielen Oberpullendorfern“, so Doris Welleditsch. Sie will daher Taten sehen. Diese Männer müssen ihrer Meinung nach zur Rechenschaft gezogen werden. Sie will auch weitere Bürger Oberpullendorfs mittels Unterschriftenliste um Unterstützung bitten und möchte auch bei den politischen Vertretern des Bezirks erhöhte Aufmerksamkeit gewinnen. Ein erstes Gespräch mit Bezirkshauptmann Klaus Trummer habe es schon gegeben.

Dieser bestätigt dies, verweist bei der Nachfrage auf die Täter jedoch auf die laufenden Ermittlungen. „Ob die Täter schon mehrmals gewalttätig waren und zu ihrem Hintergrund können wir derzeit nichts sagen. Derzeit werden alle Zeugen einvernommen.“ Gerüchte, wonach es sich bei einem der Täter um einen polizeibekannten Wiederholungstäter handeln soll, konnten nicht bestätigt werden.

Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl zum Stand der Ermittlungen: „Es waren fünf Personen nach jetzigem Ermittlungsstand in den Kampf involviert, alle sind namentlich bekannt. Über Auslöser und Hintergründe des Streits können wir noch keine Angaben machen.“