Erstellt am 16. September 2015, 10:19

von Michaela Grabner

„Dürfen stolz sein auf Oberpullendorf“. Am Sonntag fand am Hauptplatz der Festakt zum heurigen Jubiläumsjahr statt. Viele Bürger feierten mit.

 |  NOEN, Michaela Grabner, Simona Schuh
Die Urkunde, die Oberpullendorf zur Führung der Bezeichnung Stadt ermächtigt, steht hinter Glas auf einer Staffelei auf der Bühne des Hauptplatzes. Vierzig Jahre zuvor war sie keine fünfzehn Meter von dieser Stelle entfernt an die damaligen Repräsentanten von Oberpullendorf überreicht worden. Gleichzeitig wurde das Stadtwappen verliehen.

Stadtchef Rudolf Geißler konnte am Sonntag beim Festakt anlässlich 40 Jahre Stadterhebung Glückwünsche und anerkennende Worte zahlreicher Ehrengäste stellvertretend für alle Oberpullendorfer entgegennehmen. Erstmals vor 790 Jahren urkundlich erwähnt, wurde Oberpullendorf im 1975 zur siebenten Stadt des Burgenlandes.



„Das mehrtägige Programm findet mit dem heutigen Festakt seinen krönenden Abschluss“, meinte Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer bei der Begrüßung.

Los ging es am Morgen mit einem Festgottesdienst, den Altbischof Paul Iby zelebrierte. Der anschließende Festakt wurde von der Krebsler-Fanfare eingeleitet, die Stadtkapellmeister Robert Lisle eigens für diesen Anlass komponiert hatte.



Die Festredner wiesen in ihren Ansprachen auf die positive Entwicklung hin, die Oberpullendorf genommen hat.

Bürgermeister Rudolf Geißler zählte exemplarisch große Projekte in der jungen Geschichte der Stadt auf, wie den Rathausumbau, die Schwimmbadsanierung, den Jungfamilienwohnpark, die Sanierung der Volksschule, das Stadion, das neue Feuerwehrhaus oder den (zweimaligen) Umbau des Hauptplatzes.

Erstmals Gemeinde mit meisten Einwohnern

Waren es im Jahr der Stadterhebung rund 2.280 Menschen, die in Oberpullendorf lebten, so zählt man heute 3.193 Hauptund rund 500 Nebenwohnsitze.

„Wir sind erstmals einwohnerstärkste Gemeinde des Bezirks“, freute sich Geißler. Er verwies auch darauf, dass Oberpullendorf das vierthöchste Pro-Kopf-Steueraufkommen im Land hat, was er als Indiz für wirtschaftliche Stärke sieht.


„Die Stadt Oberpullendorf ist für mich ein Zeichen dafür, dass kleine Städte Großes leisten können“, attestierte auch Landeshauptmann Hans Niessl.

Stadtchef Geißler selbst ist ebenfalls stolz auf die Leistungen der Oberpullendorfer: „Zusammenfassend kann man sagen, der in Oberpullendorf ansässige Menschenschlag ist ein offener, toleranter und von geselliger Natur, eine Mischung aus alteingesessenen Urpullendorfern und aus allen Richtungen Zuagraste, ein Ort, wo der Tratsch blüht aber auch ein Ort, wo die Menschen anpacken können. Wir dürfen stolz auf unser Oberpullendorf sein.“