Erstellt am 25. Mai 2011, 07:54

40 neue Jobs in „Fabrik der Zukunft“. BETRIEBSANSIEDELUNG / Im Jahr 2012 wollen die EPS Soltec und die Firma green building VIS GmbH gemeinsam einen Produktionsstandort in Neckenmarkt errichten.

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VON MICHAELA TANZLER

NECKENMARKT / Sieben Lichtpunkte in der Rathausgasse wurden nun auf Solarlampen umgestellt. Es ist dies der nächste Schritt zum Ziel Energieautarkie für Neckenmarkt, das sich der Gemeinderat im Jahr 2004 gesetzt hat, um die eigenen Ressourcen zu nutzen, Wertschöpfung in der Region zu erhalten und den Kohlendioxidausstoß zu verringern.

So gibt es seit der Eröffnung der Fernwärme im Jahr 2004 um 140 Rauchfänge weniger im Ort, die durch den einen kontrollierten und gefilterten Rauchfang der Fernwärme ersetzt wurden. Wurde im Jahr 2006 48 Prozent der Wärme in Neckenmarkt mit Holz erzeugt, so waren es 2010 schon 67 Prozent. „Als nächsten Schritt wollen wir Akzente in der Straßenbeleuchtung setzen“, so Bürgermeister Hans Iby. 200 Lichtpunkte sollen in den nächsten Jahren auf Solarlampen umgestellt werden. „Eine Ersparnis gibt es schon bei der Anschaffung, man braucht in Zukunft keinen Strom mehr und Grabungsarbeiten sind damit Geschichte“, zählt Richard Huter von der EPS Soltec, Produzent der Leuchten, die Vorteile auf.

Die EPS Soltec hat mit der Firma green building VIS GmbH in Neckenmarkt große Pläne. Eine Produktionsstätte soll errichtet werden, wo Komponenten für Straßenbeleuchtungen, Holzvergasungsanlagen und Photovoltaik-Solar-Hybridanlagen, die sich derzeit noch in Entwicklung befinden, hergestellt werden. Wie die Zentrale von EPS Soltec in Hörbranz soll auch der Standort Neckenmarkt als „Fabrik der Zukunft“ ausgestaltet werden, die die benötigte Energie dank Passivhausstandardbauweise sowie mithilfe einer weltweit einzigartigen Photovoltaik-Solarfassade und einer Erdwärmepumpe selbst erzeugt. Die Planung soll Ende 2011 abgeschlossen sein, 2012 der Spatenstich erfolgen. Bis zu 40 neue Arbeitsplätze werden entstehen. Neben der Bahnanbindung und der vorhandenen Fachkompetenz im Bereich Stahl- und Maschinenbau war laut Wilfried Walter von der VIS „die gleiche Energie-Philosophie“ ausschlaggebend für den Standort Neckenmarkt.

Mit den neuen Solarlampen: Vizebürgermeister Franz Ecker, Wilfried Walter (VIS), Georg Schubaschitz, Richard Huter (EPS), Bürgermeister Hans Iby und Anton Tritremmel (Fernwärme).