Erstellt am 30. Juli 2013, 13:18

5,2 Millionen Euro für Intensiv und OP-Bereich. Baumaßnahmen im Spital /  Intensivbereiche werden zusammengelegt, OP-Bereich umgebaut. Labor wurde bereits übersiedelt und erweitert.

Mit einem der zehn Diagnosegeräte: KRAGES-Geschäftsführer Hannes Frech, interimistischer kaufmännischer Direktor Ingmar Falb, Gesundheitslandesrat Peter Rezar, Biomedizinische Analytikerin Yvonne Schuneritsch, Betriebsrat Alfred Peterszel, Roswitha Stifter (Vertretung der Pflegedirektorin) und Ärztlicher Direktor Herbert Dillhof im neuen Labor des Krankenhauses. Fotos: Grabner  |  NOEN

OBERPULLENDORF / Herzüberwachung und Intensivüberwachung finden derzeit in unterschiedlichen Gebäudeteilen des Krankenhauses statt. Im Rahmen des Masterplanes für das Spital sollen diese beiden Bereiche mit jeweils sechs Betten nun zusammengelegt werden, womit auch eine Zusammenfassung der technischen Anlagen einhergeht. „Das wurde auch vom Rechnungshof so empfohlen“, berichtet Gesundheitslandesrat Peter Rezar.

x  |  NOEN

Gleichzeitig soll der OP-Bereich generalsaniert und erweitert werden, was gleichzeitig die strukturellen Probleme des OP–Bereichs beseitigt. Dieser ist nämlich momentan nur über den Intensivbereich erreichbar. Bereits bei der Errichtung des Zubaus für die Radiologie und die Chirurgische Ambulanz im Jahr 2005 wurden die dafür erforderlichen Flächen durch ein Leergeschoß vorbereitet.

Derzeit wird an den Einreichplänen gearbeitet. Bis zum Herbst hofft man auf die Behördenbescheide, damit die Vergabeverfahren gestartet werden können. Das Projekt, das sich auf geschätzte Kosten von rund 5,2 Millionen Euro beläuft, soll in zwei Etappen umgesetzt werden. Die neuen Räumlichkeiten für die Intensivpflege sollen bis Sommer 2015 fertiggestellt sein, die Generalsanierung des OP-Bereich inklusive postoperativem Aufwachbereich bis 2017.

300.000 Euro in neues Labor investiert

Bereits abgeschlossen ist die Übersiedelung des Labors samt Erweiterung des Blutlabors. „Aufgrund neuer medizinischer und technischer Entwicklungen und der steigenden Anforderungen an die Labordiagnostik werden die neuen Automaten immer größer und schwerer, weshalb die Aufstellung im bestehenden Labor im Altbau des Krankenhauses nur mit einem erheblichen Aufwand möglich gewesen wäre“, erklärt Rezar. Auch das Labor hat unter dem Dach des Radiologie/Chirurgie-Zubaus ein neues Zuhause gefunden. 

Im März war mit den erforderlichen Baumaßnahmen begonnen worden, Anfang Juli konnte bereits der Probebetrieb gestartet werden. „Das neue Labor ist nun in Bezug auf den OP-Bereich, die Intensivbereiche und die Ambulanzen in einem logistisch optimalen Bereich situiert und es wurde auch die betriebstechnisch optimale Zusammenlegung mit dem Blutdepot ermöglicht“, betont Gesundheitslandesrat Rezar.

Die Kosten für dieses Projekt beliefen sich auf knapp 300.000 Euro. „94 Prozent der Wertschöpfung ging an burgenländische Unternehmen. Auch das ist für uns ein wichtiger Faktor bei kleineren Projekten, wo wir nicht europaweit vergeben müssen“, erklärt Hannes Frech, Geschäftsführer der KRAGES (Krankenanstalten GesmbH).

2014: Verbesserung des Eingangsbereichs

Die KRAGES hat für das Krankenhaus Oberpullendorf weitere Bauprojekte in Vorbereitung wie die Verbesserung des Eingangsbereichs, die Verlegung der letzten bettenführenden Station aus dem Altbau und die Schaffung adäquater Räumlichkeiten für die bestehende zentrale interdisziplinäre Aufnahme sowie einer Zentralambulanz.

„Zuerst werden immer die Prozesse optimiert, dann die Räumlichkeiten umgebaut, dass man die neuen Organisationsstrukturen optimal unterbringen kann“, erklärt Frech. Und Rezar ergänzt: „Im Krankenhaus wird immer bei laufendem Betrieb umgebaut. Um die Belastung für Patienten und Mitarbeiter zu minimieren, müssen wir schauen, dass es nicht zu viele Baustellen auf einmal gibt.“