Erstellt am 23. September 2015, 05:52

von NÖN Redaktion

Ab Oktober Wohnraum für Flüchtlinge. Drei bis vier Flüchtlinge sollen in Zukunft in den Räumlichkeiten der KUGA Großwarasdorf wohnen.

Nehmen Flüchtlinge auf: KUGA-Obfrau Gerlinde Stern-Pauer und KUGA-Geschäftsführer Alex Karazman.  |  NOEN, BVZ
Aufgrund der aktuellen Flüchtlingssituation im Land beschloss das KUGA-Team rund um Obfrau Gerlinde Stern-Pauer Flüchtlinge in den Räumlichkeiten der KUGA aufzunehmen.

„Benefiz-Events jetzt nicht ausreichend“

„Jede und jeder von uns ist sozial engagiert, in den verschiedensten Bereichen. In den vergangenen Jahren haben wir immer wieder Benefiz-Veranstaltungen organisiert. In der jetzigen Situation ist das unserem Gefühl nach nicht ausreichend. Die Ereignisse in den vergangenen Wochen haben viele Menschen aufgewühlt und in uns das Gefühl reifen lassen, auch Wohnraum zur Verfügung zu stellen“, schilderte Stern-Pauer gegenüber der BVZ.

Im ersten Stock der KUGA gibt es drei Zimmer, welche für diese Zwecke genützt werden können. „Natürlich müssen noch Adaptierungen vorgenommen werden, so gibt es zum Beispiel keine Kästen, wir brauchen einen kleinen Elektroherd usw. Jedenfalls ist noch einiges zu tun“, fügte Stern-Pauer hinzu.

Ehrenamtliche Hilfe aus Bevölkerung

Diese Räumlichkeiten sollen drei bis vier Flüchtlingen Wohnraum bieten. In den nächsten Wochen soll vom KUGA-Team und Vorstand noch ein Plan für die Betreuung erstellt werden. „Ich gehe davon aus, dass es nicht vor Mitte Oktober so weit sein wird“, so Stern-Pauer.

„Die Menschen, die zu uns kommen, werden die Möglichkeit haben, sich selber zu versorgen, selber zu kochen, selber zu waschen, zu putzen usw. Ich halte das auch für sehr wichtig, dass die Menschen, die aus einer belastenden Situation, aus einem Krisengebiet zu uns kommen, ihren Alltag selber strukturieren können. Für die Betreuung und als Ansprechpartner werden sowohl das Team als auch der Vorstand zur Verfügung stehen. Ich freue mich, sagen zu können, dass wir schon Angebote zur ehrenamtlichen Mithilfe aus der Bevölkerung haben“, fügte Stern-Pauer abschließend hinzu.