Erstellt am 15. Juni 2016, 06:05

von NÖN Redaktion

Anschlag in Türkei miterlebt!. Rita Ratasich war am Tag des Anschlags in der Nähe des Ortes, wo die Autobombe ferngezündet wurde.

Endlich angekommen: Rita Ratasich radelte gemeinsam mit einem Freund in die Türkei. Foto: zVg  |  NOEN, zVg

„Macht euch keine Sorgen, wir sind zwar in Istanbul, aber in Sicherheit“, schrieb die Nebersdorferin Rita Ratasich auf ihrer Facebook-Seite.

„Waren abends noch in der Nähe des Anschlag-Ortes“

Denn am Dienstag der Vorwoche kam es in Istanbul erneut zu einem Anschlag. Laut derzeitigen Ermittlungsstand sei vermutlich in der Früh eine Autobombe ferngezündet worden sein, als ein Bus mit Sicherheitskräfte vorbeigefahren sei. Ratasich startete Ende April mit ihrem Fahrrad in Nebersdorf und kam Anfang Juni in Istanbul an,

und ganz unten).

„Am Tag und abends vor dem Anschlag waren wir in der Nähe des Ortes, wo der Anschlag stattfand. Istanbul war insgesamt viel ruhiger, weniger Leute als erwartet. Das liegt zum Teil auch daran, dass der Ramadan am Tag vor dem Anschlag begonnen hat. Im großen Basar haben wir viele nette Leute getroffen, die uns alle sagten, dass es relativ schwierig für sie ist zur Zeit, da viele Kreuzfahrtschiffe nicht mehr in Istanbul anlegen. So bleibt eine große Menge an Touristen aus“, schilderte Ratasich gegenüber der BVZ.

„Ich hatte eine wahnsinnig tolle Reise“

Am Tag des Anschlags waren Ratasich und ihr Freund für den Abend zur Ifta, dem ersten Mahl nach dem Sonnenuntergang, einladen. „Es war eine internationale Runde, mit Leuten aus aller Welt und Einheimischen. Wir alle waren uns einig, dass auch mal darüber in den Medien berichtet werden sollte. Über die Gastfreundschaft, die es in der Türkei gibt, über wundervolle Abende wie den, den wir gemeinsam verbracht haben“, so Ratasich.

Insgesamt radelte Ratasich 2.323 Kilometer von Nebersdorf nach Istanbul. „Ich hatte eine wahnsinnig tolle Reise. Wir wurden überall mit großer Gastfreundschaft aufgenommen. Vor allem in Rumänien haben wir viel Zeit verbracht, öfters über Couchsurfing Schlafplätze gefunden, und dadurch auch neue Freunde gewonnen. Auf jeden Fall kann ich jedem, der Vorurteile gegenüber Rumänien, Bulgarien oder der Türkei hat, sagen, dass diese unbegründet sind. Wir hatten nur positive Erfahrungen, wurden immer wieder eingeladen zum Essen, Schlafen oder Tee“, fügte Ratasich hinzu.

Am letzten Tag legte Ratasich mit ihrem Fahrrad 139 Kilometer zurück. „Das Minimum waren 21 Kilometer in Bulgarien, von einem Strand zum nächsten“, schmunzelt Ratasich.

BVZ.at hatte berichtet: