Erstellt am 11. Dezember 2013, 11:30

Arbeitsstiftung für Triumph-Angestellte. Oberpullendorf | Das Unternehmen schafft Möglichkeiten für die Betroffenen. Das Land unterstützt diese finanziell.

Bei der Präsentation: Landesrat Peter Rezar (Mi.) mit Andreas Horvath von der Produktionsgewerkschaft, den beiden Geschäftsführerinnen von am-consulting, Margit Kritsch-Steiger und Annemarie Matkovits, sowie Michael Förschner von der Abteilung 6 der Landesregierung.  |  NOEN
Ende Oktober sperrte das Triumph-Werk in Oberpullendorf seine Pforten. Vergangene Woche präsentierte Landesrat Peter Rezar die Arbeitsstiftung, in der auch 76 Burgenländerinnen eine zweite Chance erhalten, ihre Qualifikation zu verbessern.

Die Ausbildungen werden bis zu drei, in Ausnahmefällen sogar bis zu vier, Jahren finanziert. Das Land Burgenland unterstützt diese Maßnahme.

Unternehmen betonte „soziale Verpflichtung“

„Um die Besserqualifizierung der burgenländischen Mitarbeiterinnen zu sichern und den betroffenen Frauen einen neuen Berufsweg zu eröffnen, hat sich das Land Burgenland entschlossen, die Arbeitsstiftung mit 1.200 Euro pro Person zu unterstützen“, so Soziallandesrat Peter Rezar. Ingesamt nimmt das Land 91.200 Euro in die Hand.

Vom Unternehmen selbst heißt es: „Obwohl die Einrichtung einer Arbeitsstiftung nicht rechtlich verpflichtend ist, war es für Triumph aufgrund seiner sozialen Verpflichtung ausgesprochen wichtig, gemeinsam mit den Sozialpartnern neben einer Reihe von anderen Maßnahmen wie Einmalzahlungen beim Austritt von Mitarbeitenden oder der Einrichtung eines sogenannten Härtefonds auch die Arbeitsstiftung aufzustellen.“

Diese langfristig tätige Stiftung ermögliche es den von den Restrukturierungsmaßnahmen betroffenen Kolleginnen und Kollegen, sich möglichst ohne zeitlichen und finanziellen Druck für eine neue Tätigkeit zu qualifizieren. Vom Sozialplan wurden 350 Personen erfasst, 120 davon haben Interesse am Eintritt in die Stiftung geäußert.

Großtteil geht in den Sozial-Bereich

Stiftungsträger ist die Firma am-consulting aus Großhöflein. Geschäftsführerin Margit Kritsch-Steiger erklärte: „Ein Großteil der Teilnehmerinnen geht in die Bereiche Pflege und Soziales.“ Aber auch Handel und Handwerk sind dabei, es gibt auch eine Lehramtskandidatin.

Man sei darauf bedacht, in Bereichen mit Jobchancen auszubilden, so Rezar. Das Durchschnittsalter der überwiegend weiblichen Teilnehmerinnen liegt zwischen 45 und 50 Jahren.

Andreas Horvath von der Produktionsgewerkschaft meinte: „Gemeinsam mit dem Betriebsrat haben wir versucht, das Bestmögliche für die betroffenen Triumph-Näherinnen zu erreichen. Mit dem Ergebnis, dass sie nun eine Perspektive für die Zukunft haben und einen finanziellen Polster bis zum nächsten Arbeitsverhältnis.“