Erstellt am 29. Oktober 2014, 06:41

Artefakt aufgetaucht. Hand aus Gusseisen | Wilfried Felber fand diese zufällig auf dem „Kapellenfeld“, Archäologen vermuten ehemaligen Friedhof.

Der Fund: Diese Hand aus Gusseisen (Foto oben) fand Wilfried Felber am »Kapellenfeld« zwischen Kobersdorf und Tschurndorf.  |  NOEN, Felber/Tritremmel

Vor etwa vier Wochen fand Wilfried Felber zwischen Kobersdorf und Tschurndorf auf einem Feld eine Hand aus Gusseisen. Er war eigentlich unterwegs gewesen, um nach dem Mais zu sehen. „Es war purer Zufall“, erinnert sich Felber, der seinen Fund gleich nach Eisenstadt ins Landesmuseum brachte.

Kinderfigur hielt wahrscheinlich Stab

Der burgenländische Landesarchäologe Hannes Herdits vom Landesmuseum führt auf Anfrage der BVZ aus, dass man umfassende Recherchen anstellen wird, man derzeit aber noch nicht soweit sei, um mit der Datierung und Restaurierung der gusseisernen Hand zu beginnen.

„Es handelt sich um eine Hand aus Gusseisen, die von einer Kinderfigur stammt und wohl einen Stab in der Hand hielt“, führt Herdits aus.

„Es sind derzeit alles Vermutungen“

Das Artefakt sei wahrscheinlich durch eine große Pflugschar an die Oberfläche befördert worden. Man vermutet einen Friedhof auf dem Feld, das sogar den Namen „Kapellenfeld“ trägt.

Ohne Ausgrabung könne man dies aber nicht sicher sagen, eine solche sei aber eher unwahrscheinlich, da es keine unmittelbare Gefährdung wie etwa bei einem großen Straßenbauprojekt gibt.

„Es sind derzeit alles Vermutungen, sicher ist noch gar nichts. Es ist aber auf jeden Fall eine sehr spannende Geschichte“, meint der burgenländische Landesarchäologe abschließend.