Erstellt am 30. September 2015, 05:27

von NÖN Redaktion

Asyl: Mehrheit stimmte gegen Umwidmung. Um das geplante Gebäude als Asylunterkunft verwenden zu können, wäre eine Widmung fällig gewesen. Gemeinderat stimmte geheim mit 10:9 Stimmen dagegen.

Symbolbild  |  NOEN, Symbolbild Bilderbox
x  |  NOEN, Thomas Koch/shutterstock

Ein Flüchtlingsquartier in Weppersdorf hätte im Gebäude, wo früher das Bundesheer untergebracht war, entstehen sollen. Betreiber wäre der Samariterbund gewesen.

Jedoch wurde am Mittwoch der Vorwoche im Gemeinderat geheim mit 10:9 gegen die benötigte Umwidmung gestimmt. Die wäre nötig gewesen, um das Gebäude als Asylunterkunft zu verwenden.

„Uns wird von der Raumplanungsfirma empfohlen die Widmungsänderung zu beschließen“, schilderte Bürgermeister Erich Zweiler (SPÖ) vor der Abstimmung.

„Pro und Kontra, jedoch mehr negative Meinungen“

Bedenken brachte ÖVP-Gemeinderat Franz Friedl ein: „Ich habe mich in der Bevölkerung umgehört. Es gibt Pro und Kontra, jedoch mehr negative Meinungen. Weiters vertrete ich die Meinung, dass 24 Personen ein großes Potenzial an Flüchtlingen ist.“

Bürgermeister Zweiler sprach sich dafür aus, alle Bürger zu vertreten, auch jene 106, welche gegen die Asylunterkunft unterschrieben haben. „Ich würde es aber präferieren, wenn wir als Betreiber den Samariterbund und 24 Flüchtlinge da haben, als wir bekommen ab 1. Oktober einen Bus voller Flüchtlinge, die von irgendwem betreut werden“, so Zweiler.

Auch SPÖ-Gemeinderat Manfred Degendorfer meinte: „Wir sollten dem positiv gegenübertreten, da es ab 1. Oktober mehrere Möglichkeiten gibt. Die evangelische und die katholische Pfarre wollen mithelfen und wir haben einen Betreiber, der bereits einige Asylheime betreibt. Wenn es Probleme gab, wurde hart durchgegriffen.“

Auch ÖVP-Gemeindevorstand Reinhard Brandlhofer brachte sich in die Diskussion ein: „Wir haben in der Fraktion und Bevölkerung diskutiert. Vielen haben Befürchtungen, dass etwas schief gehen könnte. Die Stimmung war eher negativ zum Asylantenwohnheim.“