Erstellt am 24. September 2014, 07:04

von NÖN Redaktion

Protest gegen Krematorium. Die Bevölkerung aus Horitschon und Unterpetersdorf hat große Bedenken betreffend dem geplanten Krematorium in Deutschkreutz. Nun schaltet sich die Gemeindepolitik ein.

 |  NOEN, Grabner

Nach der Aufregung in Deutschkreutz über das geplante Krematorium,

, werden nun auch Stimmen aus der Marktgemeinde Horitschon laut.

Ortschef Heger: „Bevölkerung hat ärgste Befürchtungen“

„Mich bombardieren Leute aus Horitschon und Unterpetersdorf seit Donnerstag. Alle sind verunsichert und haben ähnliche Ängste wie in Deutschkreutz. Es geht um den Wein, den Tourismus und die Lebensqualität, wir leben im Blaufränkischland. Die Bevölkerung hat ärgste Befürchtungen, wenn das Krematorium an der Hottergrenze zu Unterpetersdorf entsteht“, schildert Bürgermeister Peter Heger (SPÖ).

Diese beträfen unter anderem den Leichenverkehr und die Abgasnormen. Der Horitschoner Bürgermeister ist sich bewusst, dass er nur im Einvernehmen mit Deutschkreutz etwas ändern kann, da die Gemeinde Horitschon keine Parteienstellung hat.

Auch Untersdorfer Seier ist Krematorium ein Dorn im Auge

Er denkt aber eine Unterschriftenaktion an, die er allen an der Genehmigung beteiligten Stellen, also Bezirkshauptmannschaft und Land, sowie Bürgermeister Manfred Kölly vorlegen möchte.

„Wir werden alle Möglichkeiten innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen ausschöpfen“, so Heger, der betont, dass es sich um keine parteipolitische Geschichte handelt.

Auch für Unterpetersdorfs Ortsvorsteher Edmund Seier (SPÖ) ist das geplante Krematorium an diesem Standpunkt ein Dorn im Auge. „Wir werden schauen, dass wir dieses Projekt an diesem Platz verhindern können und ich verstehe nicht, warum das Krematorium in unmittelbarer Nähe von der Hottergrenze Unterpetersdorf gebaut werden soll“, so Seier.

„Dass die Anrainer in Sorge sind, ist nachvollziehbar“

Auch Vizebürgermeister Emmerich Kohlmann (ÖVP) lässt der vorgesehene Standort keine Freudensprünge machen. „Dass die Anrainer in Sorge sind, ist nachvollziehbar. Die Vorgehensweise von Bürgermeister Kölly ist nicht Ordnung, so geht man mit einem Nachbarn nicht um. Wir haben von der Gemeinde keine Infos über dieses Bauvorhaben gehabt. Wir werden mit diesem Projekt vor den Kopf gestoßen und die Bevölkerung ist zu recht verunsichert“, erklärt Kohlmann.

Deutschkreutzs Bürgermeister Manfred Kölly (LBL) lädt alle Interessierten zur Bürgerversammlung, die voraussichtlich im Oktober stattfinden wird, ein. „Bei dieser Versammlung soll über das Krematorium informiert und anschließend sachlich diskutiert werden. Grundsätzlich sollte man ein derartiges Projekt nicht ablehnen, aber die Betreiber müssen alle Auflagen erfüllen“, so Kölly.