Erstellt am 29. Januar 2014, 23:59

Aus für MA.TEC. Am Montag dieser Woche stellte das insolvente Unternehmen aus Neutal seinen Betrieb ein.

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Von Elisabeth Tritremmel und
Kim Roznyak

NEUTAL /  „Die Firma MA.TEC Stahl- und Alubau GmbH wurde mit Beschluss des Insolvenzgerichts vom 24. Jänner geschlossen. Da trotz intensiver Gespräche eine Fortführungsfinanzierung nicht zustande gekommen ist, fand am Montag eine Betriebsversammlung statt, wo informiert wurde, dass das Unternehmen nicht weitergeführt wird“, berichtet der Eisenstädter Rechtsanwalt Gerwald Holper. Er wurde vom Landesgericht Eisenstadt zum Masseverwalter bestellt, nachdem über das Vermögen der Firma aufgrund eines Eigenantrages das Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung, eröffnet wurde - die BVZ berichtete.

Zum Insolvenzantrag kam es, da keine Liquidität bei der Firma mehr gegeben war

Die Firma hatte laut diversen Kreditschutzverbänden in ihrem Sanierungsantrag als Ursache dargelegt, dass nach Abschluss mehrerer Großprojekte erhebliche Verluste festgestellt werden mussten. Diese hätten in weiterer Folge das Eigenkapital aufgezehrt und daher seien Finanzierungszusagen von kreditfinanzierenden Instituten kurzfristig gesperrt worden.

Rund 120 Mitarbeiter am Standort Neutal sind betroffen

 „Die Dienstverhältnisse werden nach Bestimmungen der Insolvenzordnung aufgelöst, eine Arbeitsstiftung ist nicht geplant“, so Holper.

Ob es möglicherweise zu einem Verkauf des Betriebsgeländes kommt, konnte Holper nicht sagen. Das sei Sache des Liegenschaftseigentümers. „Der Standort ist nicht Bestandteil der Masse. Über Gebäude, Maschinen und Anlagevermögen kann ich daher nicht verfügen“, führte Holper aus.

Neutals Bürgermeister Landtagsabgeordneter Erich Trummer hofft, dass die Schließung des Betriebs nur eine vorübergehende Situation für die ganze Region ist. „Es gibt viele Gespräche und Verhandlungen, dass es zu einer Fortführung des Unternehmens kommen kann“, so Trummer. Es gehe aber nicht nur um die Arbeitsplätze in Neutal selbst, sondern auch um die ganze Region und um die Schwesternbetriebe, führt der Neutaler Ortschef weiter aus. Jutta Mohl, Leiterin der Oberpullendorfer Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice, meint auf Anfrage der BVZ zur Situation: „Wir müssen jetzt schauen, wie die Verteilung der Leute ist, die ihren Job verloren haben – wie viele aus dem Bezirk und in welchem Alter diese sind. Dann werden wir dementsprechende Maßnahmen ableiten.“