Erstellt am 12. September 2012, 00:00

Auswege für Schüler. Sozialarbeit in der Schule / Die Handelsschule nimmt an einem österreichweiten Pilotprojekt teil. Problemfelder sind Zukunftsangst, Mobbing, Gewalt und Aggression.

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Oberpullendorf / Zwei Jugendliche tragen ihre Konflikte aus, so dass die gesamte Klassengemeinschaft zu kippen droht. Es sind Fälle wie diese, warum das Projekt Exit-Schulsozialarbeit ins Leben gerufen wurde. „Soziale Defizite sind die neue Herausforderung im Schulbereich“, meinte Landesschulratspräsident Gerhard Resch.

Das Ministerium hat 13 Schulstandorte österreichweit für das Projekt ausgesucht, darunter die Handelsschule Oberpullendorf. Partner ist die Volkshilfe Burgenland, die für acht Stunden pro Woche einen Sozialarbeiter entsendet. „Exit soll Auswege in verschiedene Richtungen aufzeigen“, meint Sozialarbeiter Michael Bischof-Horak. Problemfelder, mit denen er konfrontiert wird, waren im ersten Schuljahr Zukunftsangst, Perspektivenlosigkeit, Mobbing, Gewalt und Aggression.

Da diese in weiterer Folge oft zu Fehlzeiten oder gar Schulausstiege führen, hat man sich für dieses Schuljahr speziell diese Thematik vorgenommen. „Für Jugendliche, die übers Schuljahr verloren gehen, versuchen wir ein Netz zu spannen. Ich werde mit Jugendlichen mit regelmäßigen Fehlzeiten das Gespräch suchen“, so Bischof-Horak.

Direktorin Helene Schütz-Fatalin betont nochmals seine Neutralität. „Ich bin froh darüber, dass wir die Chance bekommen haben, dieses Projekt durchzuführen“, meint sie. Auch Volkshilfe-Präsidentin Verena Dunst ist begeistert: „ Das ist ein großartiges Musterprojekt, aber nur ein Beginn, wir müssen viel mehr Ressourcen kriegen.“

Zogen positive Bilanz: Michael Bischof-Horak, Helene Schütz-Fatalin, Richard Haspel, Landesrätin Verena Dunst, Gerhard Resch und Thomas Eminger.