Erstellt am 18. April 2012, 00:00

B61a-Trasse wurde fixiert. PRÄSENTATION / Eine Entscheidung über den Trassenverlauf ist gefallen. Dieser wird nun zur Trassenverordnung eingereicht.

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VON MICHAELA GRABNER

BEZIRK / Beginnend beim Kreisverkehr Oberpullendorf wird die B61a am Oberpullendorfer Wald entlang führen, weiter bis zur L332 verlaufen, die sie zwischen Oberloisdorf und Mannersdorf niveaugleich mit einem Kreisverkehr quert und weiter entlang des Schneeweiß-Rückens führen, bis sie an der B61 zwischen Mannersdorf und Rattersdorf mündet.

In den nächsten Wochen wird es noch Gespräche mt Ungarn geben, ob die Trasse von dort Richtung Umfahrung Köszeg weitergeführt wird. Die Straße wird zweispurig mit einer Breite von rund 11 Metern ausgeführt, Querungsmöglichkeiten für Spaziergänger, Wild, etc. bleiben vorhanden. „Ich habe immer gesagt, ich werde die Trasse akzeptieren, die nach Anhörung von Gemeinden und Anrainern als beste und umsetzbarste hervorgeht. Nun gibt es eine Entscheidung auf die 8.000 Menschen schon lange warten, weil sie eine Entlastung ihrer Gemeinden wollen“, so Straßenbaulandesrat Helmut Bieler. „Diese wird nun auch im Sinne einer möglichst schnellen Umsetzung zur Trassenverordnung eingereicht.“ Damit fällt auch der Startschuss zur Umweltverträglichkeitsprüfung. Baubeginn soll 2013, Fertigstellung 2014 sein.

Zu Diskussionen hatte in den vergangenen Monaten die Trassenführung auf Höhe der Siedlung Sonnriegl in Steinberg geführt. Dort verläuft die Trasse in einem Abstand von 245 Metern in einer Tieflage. Begleitend wird ein vier Meter hoher Sichtschutzdamm errichtet, der den Maßnahmen der S1 im verbauten Gebiet um Wien – wo es Verkehrsaufkommen von rund 50.000 Fahrzeugen gibt – entspricht. „Wir hätten auch populistisch agieren können und die Trasse verschieben, aber das wäre die schlechtere Lösung. Wir wollten die objektiv beste Variante finden. Die nunmehrige Trasse ist die umweltverträglichste nicht nur für die Tiere und die Natur, sondern auch für den Menschen“, sagt Baudirektor Johann Godowitsch vom Land Burgenland. Dies sieht auch Umweltanwalt Hermann Frühstück so: „Nach Studium der Fachbeiträge ist die Variante näher dem Sonnriegl durch entsprechende Maßnahmen, die geplant sind, letztendlich die bessere und umweltverträglichere.“

Erklärten die Trasse und die Maßnahmen im Bereich Sonnriegl: Johann Godowitsch, Helmut Bieler und Hermann Frühstück.