Erstellt am 04. Juni 2014, 12:56

von NÖN Redaktion

Baby-Störche gerettet. Hungertod drohte / Kühle Temperaturen führten zu Futter-Problem. Geschwächter „Papa“ wurde schon vor Kids von Tierrettung geholt.

Erfolgreiche Rettung: Umweltgemeinderat Walter Pöll, Polizist Manfred Schmidt und Otto Bierbaum von der Tierrettung.  |  NOEN, zVg

Mit der Feuerwehr-Drehleiter holten Umweltgemeinderat Walter Pöll und Otto Bierbaum von der Tierrettung am Montag vier Störche vom Nest am Dach des Wohnhauses in der Augasse (ehemaliges Gasthaus Strommer). „Ein Anrainer hat ein totes Storchenbaby gefunden, das vom Dach gefallen ist und mich kontaktiert“, so Pöll. Bereits am Freitag hatte die Polizei die Tierrettung verständigen müssen, weil der Storchen-Papa geschwächt im Garten des Wohnhauses gefunden worden war. Er wurde in die Tierstation Parndorf gebracht, wo er wieder aufgepäppelt wurde. „Er macht bereits Flugübungen im Freigehege, fliegt aber noch nicht weg. Es kann aber durchaus sein, dass er in ein, zwei Wochen wieder in Oberpullendorf auftaucht.“

Mittlerweile sind in der Tierstation auch seine vier überlebenden Kinder gelandet, die unterernährt waren. Ohne Hilfe wären die zwei kleineren vermutlich verhungert. „Laut Tierärztin werden die Störche durchkommen“, schildert Bierbaum. „Je nachdem wie schnell sie wachsen, kann es sein, dass sie den Flug in den Süden doch antreten können.“

Generell sind fünf Junge laut Bierbaum schon übermäßig, aber normalerweise würden es die Storcheneltern schaffen, diese durchzubringen. Allerdings hätte es durch das kalte Wetter ein Futter-Problem gegeben, weil Mäuse und Frösche nicht rausgekommen seien. Die Storchenmutter, die sich noch in Oberpullendorf befindet, wird beobachtet und hat nun Zeit, sich selbst zu erholen. „Es kann sein, dass sie in Trauer fällt, dann kommt sie auch in die Station“, so Bierbaum.