Erstellt am 19. Juni 2013, 09:31

Badesaison: Start mit Schwierigkeiten. Technische Probleme / Das Schwimmbad öffnete im heurigen Jahr nicht wie sonst üblich im Mai, sondern erst am vergangenen Sonntag.

 |  NOEN, BilderBox.com / Erwin Wodicka (www.bilderbox.com)

OBERPULLENDORF / In den vergangenen Jahren hat das Schwimmbad seine Pforten stets Anfang Mai geöffnet. Heuer war es erst Mitte Juni – und zwar am vergangenen Sonntag – so weit. Dass es in diesem Jahr etwas länger gedauert hat, lag nicht nur an der durchwachsenen Wetterlage, sondern auch an technischen Problemen.

„Mitte April haben wir mit den Vorbereitungen für die Badesaison begonnen. Als man das Wasser, das über den Winter im Becken gelassen wird, abpumpen wollte, hat sich herausgestellt, dass die Pumpe kaputt ist“, berichtet Stadtchef Rudolf Geißler. Darauf habe man bei der Firma, die den Auftrag für die Schwimmbadsanierung bekommt, eine neue Pumpe bestellt. Nach einer Lieferzeit von rund sechs Wochen sei diese eingebaut und das Becken neu befüllt worden. Beim Spülen habe dann auch die neue Pumpe Probleme bereitet – ein Herstellungsfehler. Gleichzeitig hatte sich ein weiteres Problem aufgetan, da der Wasserspiegel im Becken plötzlich über das Wochenende um einen Meter gesunken ist. Nachdem der dafür verantwortliche Rohrbruch gefunden und behoben und am Freitag der Vorwoche auch die Pumpe repariert werden konnte, konnte das Bad dann am Sonntag eröffnet werden. „Das Wetter hätte vielleicht eine Eröffnung eine Woche früher erlaubt“, meint Geißler. Aufgrund der verspäteten Eröffnung der Badesaison gewährt die Stadtgemeinde Saisonkartenbesitzern eine Ermäßigung um zwanzig Prozent des Eintrittspreises.

„Bauchfleck in den Start der Badesaison“ 

 

Verärgert auf den verspäteten Start der Badesaison reagierte SPÖ-Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer. Sie spricht vom nächsten Bauchfleck mit Anlauf durch die Stadtverwaltung, nachdem bereits die Sanierung des Schwimmbads auf Herbst verschoben wurde. Ihr seien Gerüchte von verärgerten Oberpullendorfern zugetragen worden, wonach schon im August des Vorjahres nicht nur die Pumpe defekt gewesen, sondern darüber hinaus Unmengen an Wasser versickert sein sollen. „Hätte man die Sanierung des Schwimmbads rechtzeitig und vor allem zügiger in Angriff genommen, wäre nämlich längst alles im Trockenen“, so der Vorwurf von Trummer.

„Meinungsbildung führt zu mehr Zufriedenheit“ 

 

Geißler dazu: „Gerade beim Schwimmbad habe ich versucht, viele Meinungen zu berücksichtigen, zum Beispiel was die Neugestaltung und Situierung des Kinderbeckens betrifft. Es dauert eine gewisse Zeit, bis man von allen Stadträten und Mitgliedern des Jugendausschusses Rückmeldungen bekommt. Hätte ich als Bürgermeister entschieden ohne zu fragen, wäre es schneller gegangen, aber dann hätte man mir vorgeworfen, dass ich tue, was ich will. Meinungsbildung auf breiter Basis dauert – ein demokratischer Prozess ist langwierig, führt aber zu mehr Zufriedenheit.“