Erstellt am 14. September 2011, 08:28

Bald beleuchtet Sonne Neckenmarkt bei Nacht. ENERGIE- UND KOSTENERSPARNIS /  Neckenmarkt möchte zwei Drittel der Straßenlaternen durch Solarleuchten ersetzen.

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VON MICHAELA GRABNER

NECKENMARKT / Straßenlaternen mit einem Quader an der Spitze stehen seit Kurzem am Harkauerweg im Bereich Winzerkeller und in der Langen Zeile. Es handelt sich dabei um LED-Solarleuchten. Der Quader an der Spitze besteht aus Solarzellen, die die Sonnenenergie speichern und die Lampe in der Nacht mit dem notwendigen Strom versorgen.

400.000 Euro werden in den  nächsten Jahren investiert

ÖVP und SPÖ haben im Neckenmarkter Gemeinderat einstimmig beschlossen, als weiteren Schritt in Richtung Energieautarkie bei Sanierung und Neuerrichtung zwei Drittel der Straßenbeleuchtung auf LED-Solarleuchten umzustellen. Über 400.000 Euro sollen dafür in den nächsten Jahren investiert werden. Durch die erreichte Ersparnis bei den Strom- und Wartungskosten sollten sich die Investitionen in rund zehn Jahren rechnen, wie Bürgermeister Hans Iby und EPS soltec-Vertriebsleiter Anton Tritremmel erklären. „Denn die Sonne schickt keine Rechnung“, wie Tritremmel betont. Er verweist darauf, dass für die neuen Lampen weder Strom gebraucht wird, noch Grabungsarbeiten von Nöten sind. Allein heuer wurden daher 40.000 Euro in die Umrüstung der Straßenbeleuchtung gesteckt. Vor den neuen Gassenlampen am Harkauerweg bzw. in der Langen Zeile wurde bereits in einer ersten Ausbauphase die Rathausgasse im Bereich der Siedlung Kirchholz mit der neuen Solarbeleuchtung ausgerüstet. Nächstes Jahr soll die Bahngasse ausgestattet werden.

Im Sommer nächsten Jahres soll dann auch der Baubeginn für die „Fabrik der Zukunft“ erfolgen, die EPS soltec und die green building VIS GmbH gemeinsam in Neckenmarkt errichten wollen. Wie die BVZ berichtete, soll eine Produktionsstätte entstehen, wo Komponenten für Straßenbeleuchtungen, Holzvergasungsanlagen und Photovoltaik-Solar-Hybridanlagen, die sich derzeit noch in der Entwicklung befinden, hergestellt werden. Die benötigte Energie soll wie in der Zentrale von EPS soltec in Hörbranz dank Passivhausstandardbauweise sowie mithilfe einer Photovoltaik-Solarfassade und einer Erdwärmepumpe selbst erzeugt werden.

„Der Kaufvertrag für das Grundstück ist bereits notariell beglaubigt, die Planung soll im Frühjahr abgeschlossen sein“, berichtet Bürgermeister Hans Iby vom Status Quo.

Mit einer der neuen Solarleuchten: Anton Tritremmel von der Firma EPS, Vizebürgermeister Franz Heincz, Julia Pinter mit Sohn Jan und Bürgermeister Hans Iby.

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