Erstellt am 09. September 2015, 08:14

Bauernhof als Therapieort. Der Fuchsgrabenhof in Oberrabnitz wurde als Standort für Intervention und Therapie zertifiziert.

Bei der Verleihung: Vizebürgermeister Alois Bader, Kornelia Zipper vom ÖKL, Christina und Gottfried Fraller, Bürgermeister Rudolf Pfneisl sowie Landesrätin Verena Dunst mit Magdalena, Eveline, Simon, Cornelia und Johanna.  |  NOEN

Der Fuchsgrabenhof darf sich seit Freitag als zertifiziert nach dem Österreichischen Kuratorium für Landtechnik und Landentwicklung (ÖKL) nennen.

Tiergestützte Intervention am Bauernhof

Am Fuchsgrabenhof von Christina und Gottfried Fraller wird tiergestützte Intervention am Bauernhof angeboten. Die Verleihung der Hoftafel nahm Kornelia Zipper vom ÖKL vor, die auch die fünf Säulen der Zertifizierung vorstellte: Der Zertifizierungslehrgang am Landwirtschaftlichen Fortbildungsinstitut muss abgeschlossen werden und die Haltung der Nutztiere muss der EU-Biorichtlinie entsprechen. Die Tiergesundheit wird überprüft so wie auch die Sicherheit am Hof. Die fünfte Säule umfasst die Auswahl der Tiere und das entsprechende Training.

Zipper erklärte: „Das Projekt wurde 2003 gestartet, es gab wissenschaftliche Wirkungsstudien und Pilotbetriebe.“ Tiergestützte Intervention kenne man etwa von Pferden oder Delfinen, landwirtschaftliche Nutztiere haben die gleichen Fähigkeiten – daher der gezielte Einsatz für pädagogische, therapeutische oder soziale Zwecke. Zurzeit sind 37 Betriebe in Österreich ÖKL-zertifiziert, davon zwei im Burgenland.

Gemeinde "reicher und bereicherter geworden"

Christina Fraller führte aus: „Wir hatten im Laufe der Jahre die Idee, den Bauernhof zu öffnen und die Tiere nicht nur für uns zu nutzen, sondern für alle.“ Auch Bürgermeister Rudi Pfneisl gratulierte zur Verleihung: „Die Gemeinde Draßmarkt ist durch diesen Hof ein Stück reicher und bereicherter geworden.“ Auch die Landwirtschaftskammer mit Tanja Paar vom Green Care-Projekt gratulierte. „Green Care“ ist ein Projekt, bei dem die Lebensmittel- und Umweltkompetenz der Bauern um eine soziale Komponente erweitert wird. „Für bäuerliche Unternehmerinnen und Unternehmer stellt die „Green-Care-Strategie“ im Rahmen der Diversifizierung neben touristischen Möglichkeiten wie „Urlaub am Bauernhof“ und der Direktvermarktung ein zusätzliches Einkommensstandbein dar“, gratulierte Landesrätin Verena Dunst.