Erstellt am 14. September 2011, 08:29

Bettenzahl verdreifacht, 15 Mal mehr Mitarbeiter. IM KRANKENHAUS / Eine Wanderausstellung zeigt den Wandel vom kleinen Spital zum Gesundheitskompetenzzentrum.

 |  NOEN
x  |  NOEN

OBERPULLENDORF / 60 Betten und 21 Mitarbeiter zählte das Krankenhaus Oberpullendorf bei seiner Eröffnung im Jahr 1929, heute stehen dort 180 Betten zur Verfügung und mit 329 Vollzeit-Arbeitsplätzen ist das Krankenhaus einer der größten Arbeitgeber im Mittelburgenland. Pro Jahr werden mehr als 31.000 PatientInnen ambulant und stationär behandelt.

„Die Krankenhäuser sind ein wesentlicher Teil der Modernisierung des Burgenlandes. Denn kaum ein anderer Bereich beschreibt die soziale Entwicklung so gut wie die Gesundheitsversorgung“, betonte Gesundheitslandesrat Peter Rezar anlässlich der Wanderausstellung „90 Jahre Gesundheit“. Die Ausstellung, die ein Beitrag zum Jubiläums 90 Jahre Burgenland ist, macht seit Dienstag im Krankenhaus Oberpullendorf Station und ist dort noch bis Anfang Oktober zu sehen. 20 Schautafeln zeigen in Wort und Bild die Entwicklung aller burgenländischen Krankenanstalten, beleuchten die Situation in den 20er- und 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts und zeigen im Vergleich dazu, wie heute gearbeitet wird. „Aus kleinen Krankenanstalten haben sich medizinische und pflegerische Kompetenzzentren entwickelt. War früher der Zugang zu medizinischer Leistung für viele nicht erreichbar, wird heute für alle die modernste medizinische und pflegerische Versorgung angeboten“, betonte Rezar.

Das Krankenhaus Oberpullendorf ist das jüngste aller Krankenanstalten im Burgenland. Im April 1926 wurde mit dem Bau begonnen, 1929 erfolgte die Eröffnung. 767.000 Schilling wurden damals investiert.

„Den Weltkrieg überstand das Spital relativ glimpflich. Ein Gärtner spendete Glasplatten seines Glashauses für zerbombte Fenster“, erzählte der Ärztliche Direktor Herbert Tillhof aus der Geschichte des Hauses. Im Laufe der Jahre ist das Krankenhaus dann stetig gewachsen. 1969 wurde die neu errichtete chirurgische Abteilung mit der ersten Intensivstation im Burgenland eröffnet, im Jahr 1976 wurde das Spital ein Standardkrankenhaus. Ab dem Jahr 1993 wurden die einzelnen Abteilungen dann sukzessive saniert.

Heute ist das Krankenhaus Oberpullendorf für spezielle medizinische Leistungen wie das Kinderwunschzentrum, die Augentagesklinik und endoskopische Spezialuntersuchungen bekannt, wie Tillhof in seinen Worten abschließend hinwies.

Bei der Eröffnung der Wanderausstellung: Pflegedirektorin Bettina Schmidt, Landesrat Peter Rezar, Verwaltungsdirektor Herbert Pauer und Ärztlicher Direktor Herbert Tillhof.

GRABNER

Jüngstes Krankenhaus im Land: Das Krankenhaus bei seiner Eröffnung im Jahr 1929 (Foto links) sowie ein Blick auf die Liegehalle an der Rückseite des Hauses. ZVG