Erstellt am 13. Mai 2015, 06:15

Ausbaupläne in beiden Windparks. Fünf bis sechs weitere Räder in Deutschkreutz geplant, eines noch heuer. Gespräche in Nikitsch laufen.

 |  NOEN, BilderBox.com

17 Windräder mit einer Leistung von 36,1 Megawatt drehen sich derzeit im Mittelburgenland. Und es sollen noch mehr werden. Deutschkreutz‘ Bürgermeister Manfred Kölly führt aus: „Wir werden das neunte Windrad bekommen, es soll im Herbst aufgestellt werden.“

Auch in Nikitsch Bemühungen im Laufen

Bis zum Jahr 2020 sollen noch etwa fünf bis sechs Windräder dazukommen. „Die Infrastruktur ist vorhanden, und auch die Eignungszone ist groß genug“, so Kölly. Unter anderem wurde auch das Umspannwerk aufgerüstet, da auch der Windpark in Nikitsch den Strom in Deutschkreutz einspeist, so Kölly.



Auch in Nikitsch sind Bemühungen im Laufen, dass der Windpark ausgebaut werden soll. „Es wird wahrscheinlich in Zukunft erweitert, es gibt derzeit aber noch keine konkreten Pläne“, so Bürgermeister Johann Balogh.

Wind in Steinberg nicht stark genug

Pläne für einen Windpark gab es auch in Steinberg. Eine Messung hat aber leider ergeben, dass der Wind nicht stark bzw. gleichmäßig genug für die Standard-Narbenhöhe der Windräder ist“, so Bürgermeisterin Klaudia Friedl.

Bei höheren Windrädern habe der Umweltanwalt abgewunken, führt Friedl weiter aus. Insgesamt stehen 404 Anlagen im Burgenland – neben den Windrädern im Bezirk Oberpullendorf sind dies 374 im Bezirk Neusiedl und 13 im Bezirk Mattersburg.

Anlässlich des „Tags des Windes“, der seit 2006 in Österreich rund um den 15. Juni bis zum Herbst gefeiert wird, gab es auch eine Umfrage der Interessengemeinschaft Windkraft. Dabei wurden 1.000 Telefoninterviews in Niederösterreich und dem Burgenland geführt.

22 Prozent hatten optische Bedenken

Die Umfrage des Unternehmens Jaksch und Partner ergab, dass 79 Prozent der Befragten für einen Ausbau der Windenergie sind. In der Umfrage wurden auch Teilnehmer, die angaben, neben einem Windpark zu wohnen, befragt, ob sich die Anlage auf ihre Lebensqualität auswirkt.

86 Prozent gaben an, dass es keine Auswirkungen gibt. 52 stellten sogar fest, dass es Vorteile für die Region gibt, während 22 Prozent Nachteile attestierten – davon etwa die Hälfte optische Bedenken.

„Die aktuelle Umfrage zeigt, dass die Zustimmung zur Windenergie in jenen Regionen besonders hoch ist, in denen Windräder stehen“, erklärt IG Windkraft-Geschäftsführer Stefan Moidl.