Erstellt am 19. Oktober 2016, 10:48

von BVZ Redaktion

Weinlese: Menge überschaubar, Qualität aber top. Durch die Frostschäden gab es etwa in Deutschkreutz bis zu 70 Prozent Ausfall. Das milde Herbstwetter kam den Trauben zugute.

Endspurt: Auch in den Weingärten von Neckenmarkt sollte die Weinlese diese Woche fertiggestellt sein, so Weinbauvereinsobmann Stefan Wellanschitz.  |  BVZ

Die Weinlese im Bezirk ist derzeit im Endspurt. „Wir sind im Fertigwerden“, berichtet Horitschons Weinbauvereinsobmann Franz Strass. Dass die Weinernte mengenmäßig weniger wird, sei bereits durch den Frost im April absehbar gewesen, die Qualität sei aber sehr gut.

„Vor allem der schöne September hat geholfen. Die neuen Triebe sind alle reif geworden, obwohl man aussortieren muss, da hie und da ein grüner Trieb dabei ist“, so Strass.

„Die Aromabildung war hervorragend“

Auch sein Kollege Albert Gesellmann aus Deutschkreutz berichtet, dass die Qualität der geernteten Trauben sehr gut sei. „Die Trauben haben eine sehr dunkle, rubinrote Farbe. Die kühlen Nächte waren hilfreich, vor allem bei den Sorten Blaufränkisch, Merlot und Cabernet. Dadurch war die Aromabildung hervorragend“, so Gesellmann.

In Deutschkreutz verzeichneten einige Betriebe durch den Frost Ausfälle von bis zu 70 Prozent. Die Qualität der Trauben kann sich aber sehen lassen. „Aufgrund des geringen Ertrages wurden die Trauben optimal versorgt. Es gab auch genügend Niederschlag“, meint der Deutschkreutzer Weinbauvereinsobmann. Wie auch in Horitschon ist die Lese derzeit im Endspurt.

Ebenfalls bereits diese Woche sollten die Weinbauern in Neckenmarkt die Weinlese beenden. „Man hatte mit Frostschäden bis zu 50 Prozent zu kämpfen. Dadurch ist die Menge überschaubar. Das was wir ernten, ist allerdings sehr gut“, so Neckenmarkts Weinbauvereinsobmann Stefan Wellanschitz. In den Top-Lagen, wie etwa am Hochberg, seien die Trauben von Top-Qualität, außerdem sei hier auch die Erntemenge normal.

"Es sind durchgereifte, wunderschöne Trauben“

In Lutzmannsburg ist man mit der Menge der geernteten Trauben zufrieden, führt Weinbauvereinsobmann Günther Toth aus.

„Die Hanglagen waren vom Frost eher betroffen, daher gab es dort weniger Ertrag. Am Plateau gab es aber gute Erträge. Wir hatten etwa fünf bis sieben Prozent Frostschäden, das hat sich aber wieder ausgewachsen. Es sind durchgereifte, wunderschöne Trauben“, so Toth, der ausführt, dass vor allem die massiven Sonnentage für die Trauben sehr wichtig gewesen seien. Die geernteten Weintrauben weisen auch hohe Zuckergrade auf.

Fürs nächste Jahr ist man jedenfalls sehr optimistisch, wie Stefan Wellanschitz ausführt: „Die Stöcke werden sich heuer ausruhen, und im nächsten Jahr dann Gas geben.“