Erstellt am 12. August 2015, 11:41

Weitere Anzeigen gegen Feste. Der Kirtag in Oberloisdorf ist die vierte Veranstaltung, die ins Visier genommen wurde.

Kirtag: Die Burschenschaft rund um Obmann Markus Krutzler (3.v.l.) - mit am Bild (v.l.) Andreas Krutzler, Klaus Dillhof und Alexander Prunner - ist bemüht, alle offenen Punkte zu erfüllen, damit das Zeltfest planmäßig abgehalten werden kann.  |  NOEN

Zwei weitere Anzeigen betreffend Vereinsfeste gingen in der Vorwoche bei der Bezirkshauptmannschaft Oberpullendorf ein.

Die erste war ein Zusatz zur Anzeige gegen die Burschenschaft Stoob betreffend „Viva la Plutzer“. Wie die BVZ berichtete war die für Freitag anberaumte Veranstaltung am Sportplatz abgesagt worden, allerdings wurde nun am Freitag Vorkirtag im Schulgarten gefeiert.

Und diese Vorgehensweise nahm das BDGA (Bündnis der Gastronomie Österreich) zum Anlass, die Stoober Burschenschaft erneut anzuzeigen.

„Wir wissen, dass wir angezeigt worden sind, aber mehr kann ich dazu noch nicht sagen“, so Burschenvater Daniel Sommer.

Auch von der Bezirkshauptmannschaft kann noch keine Aussage getroffen werden, da man die neue Anzeige gegen die Burschenschaft Stoob erst prüfen muss.

Weiterer Gesprächstermin am Mittwoch

Auch eine Anzeige gegen die Burschenschaft Oberloisdorf beschäftigt derzeit die Behörde. Diese lautet auf eine wiederholte unbefugte Ausübung gastronomischer Tätigkeit und betrifft auch weitere Punkte.

Kommenden Wochenende soll in Oberloisdorf der Burschenkirtag über die Bühne gehen. Am Montag gab es eine Besprechung mit der Bezirkshauptmannschaft. „Die Grundfrage, die sich hier stellt, ist, ob der Verein die Ausnahmeregelung im Sinne der Gewerbeordnung geltend machen kann, dies betrifft eigentlich eher das Finanzamt.



Die Burschen werden versuchen, dies so schnell wie möglich abzuklären“, so Bezirkshauptmann Klaus Trummer auf Anfrage der BVZ. Die Anzeige gehe davon aus, dass der Verein nicht gemeinnützig sei, und diese Beurteilung könne man auf der Bezirkshauptmannschaft nicht treffen, so Trummer weiter. „Unsere Empfehlung prinzipiell ist, bereits im Vorfeld mit dem Finanzamt Kontakt aufzunehmen und das zu klären“, meint der Bezirkshauptmann.

Für Mittwoch wurde ein weiterer Gesprächstermin mit der Behörde anberaumt. Bis dahin wird hoch motiviert an den offenen Punkten gearbeitet. „Wir sind mit der Gemeinde sehr bemüht, die Veranstaltung stattfinden zu lassen“, erklärt Burschenchef Markus Krutzler. Dies unterstreicht auch Oberloisdorfs Bürgermeister Manfred Jestl.

Oktoberfest-Absage in Deutschkreutz

Das Oktoberfest des Freizeitvereins Füchse in Deutschkreutz, das im Oktober hätte stattfinden sollen, wurde dieser Tage via Webseite abgesagt. Auch hier wurde gemunkelt, dass dies mit den derzeitigen Anzeigen gegen Vereinsfeste zusammenhängt.

„Wir haben das Oktoberfest aus organisatorischen Gründen abgesagt. Weiteres geben wir nicht bekannt“, stellt Markus Puecker vom Freizeitverein Füchse dazu klar. Anzeige gegen das Oktoberfest gibt es keine, stellt er fest.