Erstellt am 24. September 2015, 05:52

von NÖN Redaktion

Bürgerversammlung: Debatte um Asyl. Vergangenen Freitag konnte Bevölkerung ihre Meinungen kund tun, heute Donnerstag wird Gemeinderat in Lockenhaus tagen.

Bei der Bürgerversammlung: Wolfgang Hauptmann, Bürgermeister Dieter Posch aus Neudörfl, Vizebürgermeisterin Gabi Hafner, Bürgermeister Christian Vlasich, Bürgermeister Peter Heger aus Horitschon und Friedrich Kreisits aus Unterfrauenhaid.  |  NOEN, BVZ
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Am Freitag lud die Gemeinde zu einer Bürgerversammlung zum Thema Flüchtlinge. Es sollten einerseits Informationen gegeben und andererseits Meinungen eingeholt werden.

Die Gemeinde stellt derzeit Überlegungen an, eine Unterkunft für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.

Der Saal der Neuen Mittelschule war voll, denn sehr viele Bürger waren gekommen. Als Gäste hatte man auch die Bürgermeister Peter Heger aus Horitschon, Friedrich Kreisits aus Unterfrauenhaid und Dieter Posch aus Neudörfl eingeladen, um Erfahrungsberichte zu hören.

„Unterfrauenhaid ist eine Vorzeigegemeinde in Sachen Asyl, wir haben bereits seit 1978 Asylwerber untergebracht. Derzeit sind es 63 im Dorf“, so Kreisits. Auch sein Kollege Heger führte aus: „Wir versuchen die Asylwerber auch in der Gemeinde einzubinden.“

„Wollen den Weg der kleinen Quartiere gehen“

Ebenfalls anwesend war Wolfgang Hauptmann, Referatsleiter des Referats Grundversorgung für Fremde. Bürgermeister Christian Vlaisch führte aus, dass wenn eine verpflichtende Quote von 1,5 Prozent eingeführt werden sollte, dies 30 Asylwerber für die Gemeinde Lockenhaus bedeuten würde. Man wolle versuchen, ein Zeichen zu setzen, und sich als Gemeinde zu engagieren, so Bürgermeister Christian Vlasich.

Referatsleiter Wolfgang Hauptmann betonte: „Wir wollen den Weg der kleinen Quartiere gehen, das hat den Vorteil, dass die Asylwerber integriert sind.“ Nach einer Frage aus dem Publikum erklärte er außerdem, dass dann, wenn die Gemeinde ein Quartier anbieten würde, man auch entscheiden könne, ob Männer, Jugendliche oder Familien untergebracht werden sollen.

Vize Gabi Hafner meinte: „Ich danke den Bürgermeistern, dass sie gekommen sind. Sie haben Erfahrungen mit dem Thema. Wenn einige Familien und Kinder kommen, dann wird man das als Lockenhauser Gemeinde bewältigen können.“

Bei der Gemeinderatssitzung am Donnerstag steht das Thema nun auf der Tagesordnung.