Erstellt am 15. Oktober 2014, 09:58

von NÖN Redaktion

Wirbel um geplantes Krematorium. Einige Bürger verlangen eine verbindliche Bürgerbefragung. Ortschef Kölly: "Es wird und muss weitere Diskussionen wegen diesem Projekt geben."

Projektpräsentation: Der Entwurf für das geplante Krematorium ist bereits vorhanden.  |  NOEN, zVg

Zu einer Bürgerversammlung lud Bürgermeister Manfred Kölly am Sonntag ein. Ein großes Thema war dabei das geplante Krematorium. Die Trauster Gmbh aus Fürstenzell (Bayern) will im Deutschkreutzer Ortsteil Girm um zwei Millionen Euro ein Krematorium errichten. So wie jetzt in Deutschkreutz habe es vor zehn Jahren auch in Fürstenzell erheblichen Widerstand gegen ein Krematorium gegeben, sagte Geschäftsführer Robert Hartl. Man habe diese Bedenken aber ausräumen können.

Zahlreiche Bürger bzw. Gegner des geplanten Projektes meldeten sich zu Wort und waren sich einig: „Wir sind jedenfalls nicht für die Errichtung eines Krematoriums in unserem schönen Heimatort.“ Hartl erklärte weiters, dass die Baugenehmigung noch nicht da sei und die gewerberechtliche und sanitätsrechtliche Genehmigung noch ausständig sei.

Weiters wurde die Bevölkerung von der Firma Trauster eingeladen, das bereits bestehende Krematorium in Fürstenzell zu besichtigen. 250 bis 600 Einäscherungen sollen im Jahr in Deutschkreutz durchgeführt werden, sagen die Betreiber. Ein Teil der Besucher der Versammlung verlangte eine verbindliche Bürgerbefragung. Kölly bot weitere Diskussionsrunden an. Neben dem Aufschrei bei der Bürgerversammlung hat sich nun auch eine Initiative gegen die Errichtung eines Krematoriums in Deutschkreutz gegründet. Diese verfasste eine Petition mit dem Titel „Verhinderung der Errichtung eines Krematoriums in der Marktgemeinde Deutschkreutz“, welche sich an die Marktgemeinde Deutschkreutz richtet und die man im Internet unterzeichnen kann.