Erstellt am 30. März 2016, 05:44

von NÖN Redaktion

Bussard treibt Unwesen. Immer wieder werden Jogger, Radfahrer und Spaziergänger im Bereich des Deutschkreutzer Freibads von einem Bussard angegriffen.

 |  NOEN, Wodicka; A-4062 Thening
Auf dem Güterweg Richtung Bundesstraße/Grenzübergang häufen sich Vorfälle mit einem „angriffslustigen“ Bussard.

„Spürte einen Schlag auf dem Kopf“

„Als ich auf dieser Strecke lief, kam der Bussard von hinten und überflog mich. Anschließend überquerte ich die Bundesstraße und lief Richtung Juvina weiter. Dann flog er wieder auf mich zu, diesmal sogar seitlich. Ich lief weiter und auf einmal spürte ich einen Schlag am Kopf und der Bussard flog von mir weg. Dann flog er noch zwei- oder dreimal über mir und verschwand anschließend“, schildert eine Deutschkreutzerin.

Auch andere Deutschkreutzer dürften mit dem Bussard bereits in „Berührung“ gekommen sein und meiden deshalb diese Laufstrecke. „Nicht nur ich habe Bekanntschaft mit diesem Bussard gemacht. In meinem Bekanntenkreis gibt es einige Betroffene“, so die Deutschkreutzerin.

Bereits im Vorjahr dürfte der besagte Bussard auf dieser Strecke sein Unwesen getrieben haben. „Im Sommer werde ich die Gegend bei Radtouren mit meinen Kindern meiden, da ich einen Angriff auf meine Kinder vermeiden möchte“, meint sie.

Jägerschaft darf nichts unternehmen

Laut Bezirksjägermeister Reinhold Iby darf die Jägerschaft nichts gegen einen Bussard unternehmen, da dieser geschütztes Wild ist. „Es könnte sein, dass dieser Bussard von Menschen aufgezogen wurde und jetzt Kontakt mit Menschen sucht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er Menschen angreift, da er anscheinend mit Menschen vertraut ist und keine Angst vor ihnen hat. Hier müsste die Behörde entscheiden, was mit diesem Tier passieren soll bzw. müsste man sich die Situation vor Ort ansehen“, so Iby.

Auch der Gemeinde sind Vorfälle mit diesem Bussard bekannt. „Wir wissen Bescheid, können aber leider nichts machen. Wahrscheinlich gibt es Junge dort in der Nähe und der Bussard will seine Jungen schützen“, führte Bürgermeister Manfred Kölly aus.