Erstellt am 30. November 2011, 00:00

Claudia Pingitzer: „Zehn Jahre Kölly sind genug“. EINSTIMMIG / Claudia Pingitzer wurde von der Generalversammlung als Spitzenkandidatin für das kommende Jahr bestimmt.

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VON ELISABETH TRITREMMEL UND KIM ROZNYAK

DEUTSCHKREUTZ / Mit einem neuen, verjüngten Team will die SPÖ-Ortsorganisation Deutschkreutz bei der Gemeinderatswahl im kommenden Jahr antreten. Im Rahmen der Generalversammlung am vergangenen Sonntag wurde ein neuer Obmann samt Vorstand gewählt (siehe Artikel Seite 18), außerdem wurde Claudia Pingitzer einstimmig als Kandidatin für die Wahl des Bürgermeisters im kommenden Jahr aufgestellt. „Ich bin in Deutschkreutz aufgewachsen, in den Kindergarten und in die Volks- und Hauptschule gegangen. Deutschkreutz ist und war zentraler Mittelpunkt in meinem Leben“, erklärte Pingitzer. Beruflich ist sie in der Burgenländischen Landesregierung als Koordinatorin für die Wohnbauförderung tätig.

„Solange ich mich mit meinen 44 Jahren zurückerinnern kann, war die SPÖ die bestimmende Kraft im Ort. Es ist mein persönliches Ziel, gemeinsam mit dem neu gewählten Ortsparteiobmann und dem neuen Team Deutschkreutz auf Platz eins zurückzuführen“, begründete Claudia Pingitzer ihren Entschluss, im kommenden Jahr für die Sozialdemokraten ins Bürgermeisterrennen zu gehen. Sie sehe es als ihre Aufgabe, das Vertrauen der Deutschkreutzer und Deutschkreutzerinnen in die SPÖ wiederzugewinnen, führte die Spitzenkandidatin weiter aus.

Fünf zentrale Punkte der  Bürgermeisterkandidatin

Sie hat sich vor allem fünf zentrale Punkte für die Gemeinde auf ihre Fahnen geheftet: Arbeitsplätze in der Gemeinde Deutschkreutz schaffen und die Unterstützung von Betrieben bei der Ansiedlung, Sicherheit in Deutschkreutz, was vor allem beinhaltet, dass der Polizeiposten nicht geschlossen werden darf, die Kinderbetreuung, Angebote für leistbares Wohnen vor allem für junge Familien sowie die Gemeindefinanzen.

In nächster Zeit will Claudia Pingitzer Hausbesuche bei den Deutschkreutzer Gemeindebürgerinnen und Gemeindebürgern machen und Gespräche führen, um ihre Vorstellungen und Perspektiven zu diskutieren. Bei ihrer Rede vor der Generalversammlung gab sie sich kämpferisch: „Ich glaube, es ist Zeit für eine Veränderung - zehn Jahre Bürgermeister Kölly sind genug.“ Und auch Bezirksparteiobmann Landesrat Peter Rezar meinte in seiner Festrede: „Deutschkreutz muss ein neues Gesicht bekommen.“

Bürgermeister Manfred Kölly (LBL) meint zur Kandidatur von Claudia Pingitzer: „Ich sehe sie als keine Konkurrentin, sie hat keine politische Erfahrung. Es ist wichtig für Deutschkreutz und die Menschen zu arbeiten und nicht für die Partei.“

ÖVP ist auf der Suche nach  einem Spitzenkandidat

ÖVP-Ortsparteiobmann Werner Hosiner-Gradwohl möchte die Entscheidung der SPÖ-Ortsfraktion nicht kommentieren. Die ÖVP will für die Bürgermeisterwahl in Deutschkreutz im kommenden Oktober einen eigenen Kandidaten aufstellen. „Wir sind gerade in der Suchungsphase für einen neuen Ortsparteiobmann bzw. Spitzenkandidat. Wir werden sicherlich einen Spitzenkandidat aufstellen“, stellt Hosiner-Gradwohl klar.