Erstellt am 06. April 2011, 00:00

„ Der Teamgedanke soll sich durchsetzen“. WECHSEL BEIM ARBEITSMARKTSERVICE / Jutta Mohl tritt mit 1. Juni die Nachfolge von Regionalstellen-Leiter Erwin Faymann an.

Die zukünftige AMS-Leiterin: Jutta Mohl stammt aus Markt Sankt Martin, wohnt in Steinberg, ist verheiratet und Mutter einer 11-jährigen Tochter.  |  NOEN
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VON MICHAELA TANZLER

OBERPULLENDORF / Dass sie es machen möchte, war Jutta Mohl schon lange klar. Mit 1. Juni übernimmt sie die Leitung der Arbeitsmarktservice-Regionalstelle als Nachfolgerin von Erwin Faymann, der nach 33 Jahren in dieser Funktion in den Ruhestand geht.

„In seine Fußstapfen zu treten, ist wirklich schwer. Er hat immer seine Ziele im Hinterkopf gehabt und Zusammenhänge erkannt, das bewundere ich. Das kann man nur mit jahrelanger Erfahrung“, ist sich Mohl klar, dass sie kein leichtes Erbe antreten wird. Doch sie hat sich auf die Aufgabe sehr gut vorbereitet – mit den vom Arbeitsmarktservice (AMS) angebotenen Schulungen, Kursen, Projektarbeiten und einem Karriereförderungslehrgang.

„Vor fünf Jahren habe ich ein Laufbahncoaching gemacht. Seit damals war mir klar – ich will das machen. Ich habe mich wirklich gut vorbereitet und viel dafür getan, habe gearbeitet und gekämpft“, schildert Mohl. Schlussendlich blieb sie die einzige, die sich um den Posten beworben hat. „Ich habe immer verkündet, dass ich mich um den Job bewerben werde und im Haus hat man immer gesagt, die Jutta macht das schon. Ich habe eher mit Konkurrenz von außen gerechnet“, meint sie. Jutta Mohl selbst verbindet mit dem AMS eine 20-jährige Geschichte. Nach ihrer Matura in Wiener Neustadt war sie zunächst drei Jahre in der Landesgeschäftsstelle in Eisenstadt tätig, ehe sie vor 17 Jahren zur Regionalstelle Oberpullendorf wechselte. Dort war sie bislang als Jugendberaterin und Frauenreferentin tätig. Auch als neue Leiterin des Hauses will sie die Arbeit mit den Jugendlichen nicht ganz aufgeben und weiterhin die Vertretungen für den neu zuständigen Kollegen, Markus Hoffmann, machen. Ihr Hauptaufgabengebiet wird aber die Führung der Regionalstelle mit den insgesamt 16 Mitarbeitern sein. „Ich freue mich, mit dem Team zu arbeiten. Ich kann mich auf jeden verlassen. Wir haben lauter Spezialisten, gute Leute. Das ist beruhigend für mich“, so Mohl. Und weiter: „Bei uns läuft alles gut. Wir haben einen guten Stand innerhalb der Geschäftsstellen im Burgenland und von ganz Österreich dank der guten Vorarbeit von Erwin.“

Als neue Chefin möchte Mohl die interne Zufriedenheit der Mitarbeiter weiter erhöhen und die interne Zusammenarbeit zwischen einzelnen Bereichen fördern. „Der Teamgedanke soll sich durchsetzen. Ich möchte alle an einen Tisch holen und Verbesserungspotenziale ansprechen“, erklärt sie.

Arbeitsmarktöffnung als  größte Herausforderung

Als nächste große Herausforderung sieht sie die Öffnung des Arbeitsmarktes mit 1. Mai: „Ich glaube da kommt schon einiges auf uns zu - das ist meine persönliche Meinung. Wie das genau ausschaut da können wir nur spekulieren.“

Eine weitere Herausforderung sei das österreichweite AMS-Projekt IMS (Integriertes Multichannel Service), im Zuge dessen die Onlinebetreuung von Betrieben und Kunden forciert werden soll. „Es gibt Kunden, die selbst auf Jobsuche gehen. Dieses Potenzial soll genutzt werden, sodass unsere Leute mehr Zeit haben für Kunden, die wirklich Beratung brauchen“, erklärt Mohl. Sie selbst möchte in den nächsten ein, zwei Jahren viel in Betriebe gehen. „Dass mich die Leute kennenlernen und ich selbst höre, was am Markt gebraucht wird, um danach die Schulungen richten zu können“, so Mohl, die sich schon sehr auf ihre neue Aufgabe freut. „Das, was ich tue, mache ich mit 100 Prozent. Ich arbeite total gerne.“