Erstellt am 14. Oktober 2015, 13:06

von Michaela Grabner

Noch kein Urteil wegen toter Greifvögel. Im Mai 2014 wurden im Rahmen einer Hausdurchsuchung in Deutschkreutz 22 geschützte Greifvögel wie Uhus, Falken und ein Raufußbussard tot in Kühltruhen aufgefunden. Heute Mittwoch mussten sich dafür zwei Jäger vor dem Bezirksgericht Oberpullendorf verantworten.

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Den Jägern wird seitens der Staatsanwaltschaft angelastet, die Vögel teils erschossen, teils vergiftet zu haben. Neben dem Vorwurf, Greifvögel mutwillig getötet zu haben, sollen die beiden auch unbefugt Waffen, darunter ein „schießender Spazierstock“, besessen haben.

„Es soll in 20 Jahren nicht heißen, dass ich auch ein Judas bin“

Beide bekannten sich nicht schuldig. Der 73-jährige gab an, Bekannte hätten ihm die toten Vögel über mehrere Jahre hinweg vorbeigebracht. Namen wollte er dem Richter keine nennen.

„Vor 2000 Jahren wurde der Herrgott von Judas verraten. Es soll in 20 Jahren nicht heißen, dass ich auch ein Judas bin“, meinte er. Sein Sohn gab an, nichts von den toten Greifvögeln gewusst zu haben. Der Prozess wurde unter anderem wegen Einholung weiterer Sachverständigengutachten vertagt.

BVZ.at hatte berichtet: