Deutschkreutz

Erstellt am 21. September 2016, 10:51

von BVZ Redaktion

Getrennte Wege: Vinothek ohne Leiter. Johannes Berger, der Betriebsleiter der Vinothek, ist überraschend nicht mehr im Amt. „Winzer sollen sich in Zukunft mehr in die Arbeit der Vinothek einbringen“, so Kölly.

Manfred Kölly  |  NOEN, zVg

Der Vinotheksverein mit den Obmännern Bürgermeister Manfred Kölly und Stefan Grosz trennte sich vom Betriebsleiter der Vinothek Johannes Berger. „Für mich ist es schade, weil Johannes Berger eine Person ist, die vieles bewegen hätte können. Der Verein machte sich über die Entscheidung intensive Gedanken und stellte fest, dass es so nicht weitergehen kann“, schilderte Kölly. Laut Kölly soll die Leitung nicht mehr gepasst haben.

„Es gab viele Diskussionen. Berger wurde auch vertragsbrüchig. Ein weiterer Grund für die Kündigung war, dass Berger seiner Arbeit nicht mehr so nachging, wie er sollte. Wir wiesen ihn des Öfteren daraufhin, dass er seiner Arbeit nachgehen soll. Letztendlich wollten wir einen Schaden für das Image und der Wirtschaftlichkeit verhindern und sprachen die Kündigung aus“, fügte Kölly hinzu.

Auf der Suche nach einem neuen Betriebsleiter sei man laut Kölly nicht. In Zukunft sollen die Weinbauern und die Mitarbeiter der Vinothek sowie der Vorstand des Vinotheksvereins mehr in die Arbeit der Vinothek sowie der Weinlounge eingebunden sein.

"Win-Win-Situation für Beide“

„Wir sind auch gerade dabei Gespräche mit Studenten der Fachhochschule Eisenstadt zu führen. Studenten brauchen Erfahrungen und sie könnten sich bei uns miteinbringen. Wir wollen den einen oder anderen Studenten mitarbeiten lassen. Das wäre ein Win-Win-Situation für Beide“, so Kölly.

Berger zu der ganzen Situation: Ich war Berater der Vinothek und mir wurde der Beratungsvertrag gekündigt. Parteien trennen sich, wenn sie nicht mehr miteinander können. Während meiner Zeit, in der ich für die Vinatrium-Gebietsvinothek tätig war, habe ich mein Bestes gegeben und auch viel für den Weintourismus in der Region umsetzen können.

Seit meinem Einstieg im Jahr 2013 wurden die Verkaufszahlen um ein Drittel gesteigert und die Wahrnehmung der Vinothek, sowohl bei den Weintouristen als auch bei der Bevölkerung, hat sich enorm verbessert. Seitens vieler Winzer habe ich sehr viel positives Feedback für meine Arbeit erhalten.“