Erstellt am 22. Oktober 2014, 05:56

Initiative gegen Krematorium. Die Gemeindevertreter der Marktgemeinde Horitschon initiierten eine Unterschriftenaktion gegen das geplante Projekt.

Projektpräsentation: Der Entwurf für das geplante Krematorium ist bereits vorhanden.  |  NOEN, zVg

, will die Firma Trauster GmbH aus Bayern ein Krematorium im Ortsteil Girm um zwei Millionen Euro errichten. Nun haben die Gemeindevertreter aus der Marktgemeinde Horitschon mit Bürgermeister Peter Heger, Vizebürgermeister Emmerich Kohlmann und Unterpetersdorfs Ortsvorsteher Edmund Seidl eine Unterschriftenaktion gegen das geplante Projekt gestartet.

Unterschriften bis 17. November möglich

„Die Unterschriftenaktion läuft seit Freitag. Die Listen liegen am Gemeindeamt, in allen Bankfilialen und Gasthäusern sowie kleinen Einzelhandelsgeschäften auf“, schildert Bürgermeister Peter Heger.

Bis 17. November können diese Listen gegen das geplante Krematorium unterzeichnet werden. Anschließend sollen die Unterschriftenlisten den zuständigen Behörden beziehungsweise dem Deutschkreutzer Bürgermeister Manfred Kölly zur Kenntnis gebracht werden.

„Mit dieser Unterschriftenaktion ersuchen wir die Behörden das Krematorium nicht zu genehmigen, beziehungsweise wird gefordert, dass eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden soll“, so Heger. Manfred Kölly hätte kein Problem mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung.

„Dann sind wenigstens die Fakten und Daten am Tisch. Wenn die Firma die Auflagen nicht erfüllen kann, wird auch kein Krematorium gebaut“, so Kölly.

FPÖ: Verbindliche Volksbefragung

Zum geplanten Krematorium meldet sich nun auch die Bezirks-FPÖ zu Wort: „Ich fordere Bürgermeister Kölly namens der FPÖ auf, umgehend eine Volksbefragung zu dem Thema anzusetzen, deren Ergebnis von der Kommunalpolitik als verbindlich anzusehen sein muss“, so FPÖ-Bezirkssprecher Roland Kozonits.

Weiters kritisiert Kozonits den wirtschaftlichen Aspekt eines Krematoriums. „Fakt ist, dass die behauptete Auslastung des Krematoriums allein aus der Region aufgrund der Bevölkerungszahl und alternativer Standorte in der näheren Umgebung gar nicht zustande kommen kann. Man wird daher zwangsläufig auch im benachbarten Ungarn als Anbieter auftreten, und vor allem ungarische Staatsbürger in den Genuss der neu geschaffenen Arbeitsplätze kommen lassen.“

Kölly kontert auf die FPÖ-Kritik: „Mit welcher Berechtigung fordert er diese Volksbefragung. Das ist zu ignorieren. Außerdem gibt es keine verbindliche Volksbefragung, sondern nur eine Volksabstimmung ist verbindlich.“

Die BVZ hatte über die Debatte berichtet: