Erstellt am 10. Juni 2015, 05:56

Polizeiposten soll an Grenze verlegt werden. Für Bürgermeister Kölly würde der Polizeiposten an der Grenze mehr Sinn machen. Landespolizeidirektion prüft Wunsch.

Hier wäre die neue Polizeidienststelle möglich: Bürgermeister Manfred Kölly will die Polizei an die Grenze verlegen. Foto: Roznyak  |  NOEN, Kim Roznyak

Den Wunsch den Polizeiposten vom Ortskern an die Grenze zwischen Deutschkreutz und Ungarn zu verlegen hegt Bürgermeister Manfred Kölly.

Ortschef will zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen

„Das Gebäude an der Grenze gehört der Gemeinde und könnte an die Polizei vermietet werden. Gespräche mit Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil laufen bereits“, erklärt der Ortschef.

Kölly habe schon immer nach einer Alternative gesucht. Seiner Meinung nach ist die Polizei im jetzigen Gebäude sehr beengt. „Außerdem will die Bundesimmobiliengesellschaft das Gebäude verkaufen“, so Kölly.

Ein weiterer Grund, der aus Köllys Sicht für die Verlegung des Polizeipostens an die Grenze sprechen würde, wären Grenzkontrollen.

Hier könne man laut Kölly zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem die Polizisten zugleich die Grenze kontrollieren könnten. „Zwei bis drei Polizisten könnten dann im Ort unterwegs sein“, fügte Kölly hinzu.

LPD hält fest: „Haben einige Schritte noch vor uns“

Die Landespolizeidirektion Burgenland bestätigte auf Anfrage der BVZ, dass Bürgermeister Kölly den Wunsch geäußert hatte, die Dienststelle zu verlegen. „Wir werden nun prüfen, was alles notwendig ist, um diesen Schritt eventuell durchzuführen. Wenn ein positives Ergebnis herauskommt, wird man weiter sehen.“ Es sollen auch weitere Gespräche mit dem Innenministerium erfolgen.

„Es liegen noch einige Arbeitsschritte vor uns, bevor eine Entscheidung diesbezüglich getroffen werden kann“, heißt es seitens der Landespolizeidirektion.

Nicht sehr zufrieden mit Köllys Wunsch, die Dienststelle an die Grenze zu verlegen, ist Bezirkspolizeikommandant Emmerich Schedl: „Nachdem Bürgermeister Manfred Kölly in den vergangenen Jahren massiv gedrängt hat, einen besetzten Polizeiposten in Deutschkreutz zu haben, steht dies im krassen Widerspruch zu diesen Überlegungen, da diese Dienststelle weit außerhalb des Ortsgebietes liegen würde.“