Erstellt am 10. Oktober 2012, 07:49

Die ÖVP baut ihre Absolute aus. Wahlsieger | Die ÖVP holte sich ihr dreizehntes Mandat von der SPÖ zurück. Die Grünen konnten ihren Sitz verteidigen.

OBERPULLENDORF | Nicht nur über den Sieg bei der Bürgermeisterwahl gleich im ersten Durchgang (siehe Seite 16), sondern auch über ein dreizehntes Mandat konnte die ÖVP am Abend des Wahlsonntags in Oberpullendorf jubeln. „Ich bin glücklich, dass wir das Mandat wieder zurückgewonnen haben. Letztes Mal hatten wir dieses knapp versäumt“, freut sich Bürgermeister Rudolf Geißler. Im Gemeinderat gibt es nun dreizehn Sitze für die ÖVP, neun für die SPÖ und einen für die Grünen. Die ÖVP konnte also ihre abolute Mehrheit im Gemeinderat noch ausbauen. Alle anderen Parteien waren hingegen unter anderem mit dem Ziel angetreten, dass die Absolute der ÖVP nach dieser Wahl gebrochen sein sollte.

„Oberpullendorf will das so“

„Die Oberpullendorferinnen und Oberpullendorfer haben sich entschieden, den Weg mit Geißler weiterzugehen. Sie wollen keinen Weg der Änderung und Erneuerung“, erklärt SPÖ-Spitzenkandidatin Vizebürgermeisterin Elisabeth Trummer. Ob auch die SPÖ in ihrer derzeitigen Form diesen Weg mitgehen wolle, werde man im Team ausdiskutieren. Dort werde man entscheiden, wie es weitergeht.
Bei den Grünen ist klar, dass Roland Lehner das verteidigte Mandat im Gemeinderat besetzen wird.

„Ich bin sehr enttäuscht“

„Ich bin sehr enttäuscht. Ich hätte mir mehr erwartet. Ich habe gehofft, dass die Absolute gebrochen wird und wir mehr als einen Sitz haben. Die Alleinregierung bleibt bestehen. Wir werden unser Bestes tun, Ideen einzubringen und mitzuarbeiten.“
Dies wird für die FPÖ nicht möglich sein, da diese den Einzug in den Gemeinderat verpasst hat, was man laut Spitzenkandidat Stefan Giefing zur Kenntnis nehmen muss.

„Hätten gerne etwas beigetragen“

Dass sie keine Möglichkeit zur Mitarbeit haben, bedauern die Kandidaten der LBL. „Ich finde es schade, dass wir nicht reingekommen sind. Meiner Meinung nach macht Rudi Geißler eine gute Arbeit, aber es gehören noch Verbesserungen gemacht und da hätten wir gerne dazu beigetragen“, erklärt LBL-Spitzenkandidatin Renate Sulyok. „Wenn mehrere Parteien im Gemeinderat sind, hätte es mehr Ideen, einen frischen Wind gegeben, wäre es abwechslungsreicher gewesen, aber man muss es akzeptieren, wie es ist“, so Sulyok, die sich für die Grünen freut, dass diese den Einzug geschafft haben. Selbstkritisch meint sie auch, dass man zu spät mit dem Wahlkampf begonnen habe, da die Entscheidung über ihre Kandidatur als Spitzenkandidatin erst relativ spät fiel. In knapp drei Wochen habe man nicht mehr die Möglichkeit gehabt, die Bevölkerung entsprechend zu informieren. Ob man 2017 wieder antreten werde, sei eine Frage der Zeit und hänge von vielen Faktoren ab. „Vielleicht ist die Bevölkerung in einigen Jahren reif, die Liste aufzunehmen.“
Aufgrund der Vorzugsstimmen gab es nur geringe Verschiebungen innerhalb der Parteien. Bei der ÖVP rückte Hannes Heisz von Platz sieben auf Platz sechs vor. Bei der SPÖ konnte sich Nikolaus Dominkovits von Platz 4 auf 3 vorschieben.