Draßmarkt

Erstellt am 23. September 2016, 10:02

von BVZ Redaktion

Anonymes Schreiben über Sorge um Geruch. Eine Gruppe Draßmarkter wandte sich an Bezirkshauptmannschaft, Bürgermeister verweist auf Treffen mit Bauern.

Symbolbild  |  www.BilderBox.com, Erwin Wodicka

Ein anonymer Brief betreffend der Geruchsbelastung und einem entsprechenden Gutachten gelangte vergangene Woche bei der Bezirkshauptmannschaft und bei der BVZ ein. Darin heißt es, dass die Gemeinde und der Arbeitskreis „Gesundes Dorf“ ein Gutachten betreffend der Geruchsbelastung im Ort in Auftrag gegeben hätten, jedoch diese Daten unter Verschluss gehalten werden.

Außerdem, so die „Gruppe besorgter Bürger aus Draßmarkt“, gäbe es einen Landwirt, der wochenlang dutzende Lieferwägen mit Klärschlamm bringen lassen würde und diese dann auf seine Äcker aufbringt.

„Es wird nicht ausgeführt, was genau von wem wo ausgebracht wird“

Bezirkshauptmann Klaus Trummer

„Wir fordern ein Stopp für Bereicherungen einzelner auf Kosten der gesamten Bevölkerung“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Auf Anfrage der BVZ führt Bezirkshauptmann Klaus Trummer aus: „Das Schwierige ist, dass in diesem Schreiben nicht ausgeführt wird, was genau von wem wo ausgebracht wird. Wir werden nun umweltkundige Organe der Polizei informieren und sehen, was sie dort feststellen können.“ Man müsse nun eruieren, welches Material auf welchem Grundstück in welcher Menge aufgebracht werde.

Draßmarkts Bürgermeister Rudolf Pfneisl meint: „Es wird am 21. September einen Termin mit den Vertretern des Arbeitskreises ‚Gesundes Dorf“ und den Landwirten geben, dabei sollen die entsprechenden Daten aus der Erhebung besprochen werden.“ Er weist aber darauf hin, dass es diesen Termin bereits vor dem anonymen Schreiben gegeben habe.

Die Leiterin des Arbeitskreises „Gesundes Dorf“, Andrea Berger-Gruber, weist ebenfalls auf den Termin am 21. September hin und führt weiter aus: „Aus meiner Sicht steht nun an, dass Regeln aufgestellt werden, zum Beispiel, dass am Wochenende nicht ausgefahren wird oder etwa an bestimmten Feiertagen.“ Sowohl Bürgermeister als auch Vize haben ihre starke Kooperation zugesagt, so Berger-Gruber. „Ich hoffe, dass wir im Dialog etwas verbessern können, gemeinsam für den Ort.“