Erstellt am 27. November 2013, 23:59

Ein Drittel weniger Zuckerrüben erwartet. Ernte noch im Gang / Aufgrund des nassen Frühjahrs und des trockenen Sommers wird es etwa dreißig Prozent weniger Ertrag geben.

Übernahmestellen: In Deutschkreutz, Nikitsch und Großwarasdorf werden die Rüben übernommen, bevor sie in Deutschkreutz auf die Bahn verladen werden.  |  NOEN, BVZ

BEZIRK ORBERPULLENDORF /  Bis zu einem Drittel weniger Ernte wird im Bezirk bei den Zuckerrüben erwartet. „Heuer gab es ein nasses Frühjahr, daher gab es bereits Probleme in der Anbauphase. Dann kam noch die Trockenheit im Sommer“, erklärt Johann Eichberger, Leiter des Landwirtschaftlichen Bezirksreferates Oberpullendorf. Anders als im Nordburgenland habe man im Bezirk keine Möglichkeiten zur Bewässerung. Durch das schöne Herbstwetter würde aber zumindest der Zuckergehalt in den Rüben etwas höher als der Durchschnitt werden. „Das macht den Mengenverlust aber nicht wett“, so Eichberger.

1.000 Hektar Zuckerrüben

Nach dem Bezirk Neusiedl gehört das Mittelburgenland zu den Hauptanbaugebieten für Zuckerrüben. „Im Mittelburgenland werden auf etwa 1.000 Hektar Zuckerrüben angebaut“, führt Eichberger weiter aus. Die Ernte ist noch im Gange, ungefähr 80 bis 100 Hektar sind noch zu ernten. Im Bezirk werden vor allem in den Gemeinden Nikitsch, Großwarasdorf und Deutschkreutz, vereinzelt auch in anderen Teilen des Mittelburgenlandes, Zuckerrüben angebaut. Für die Ernte sind fast ausschließlich sechsreihige Vollerntemaschinen im Einsatz. Diese werden dann zu den drei Übernahmestellen in Nikitsch, Großwarasdorf und Deutschkreutz gebracht. Von Deutschkreutz aus werden die Rüben mit der Bahn nach Leopoldsdorf gebracht.

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Eichberger schätzt, dass die Ernte noch etwa zehn bis vierzehn Tage dauern wird. Stefan Karall, Vertreter der Rübenbauern im Bezirk, führt aus: „Die Bodenverhältnisse waren schon vor dem großen Regen am Wochenende sehr schwierig. Wenn es jetzt sogar noch friert, dann könnte es sein, dass wir die Rüben nicht mehr aus der Erde bringen.“ Da die großen Ernteerträge in anderen Regionen Österreichs zu finden sind, könnte man theoretisch die Ernte bis Ende Jänner des kommenden Jahres hinauszögern. „Wir arbeiten aber, solange es geht“, so Karall.

Was den Preis für die Zuckerrüben betrifft, so teilt sich dieser in einen Grundpreis und verschiedene Zuschläge, etwa für Qualität. „Wir können mit den Verhandlungen mit der Agrana beginnen, und wahrscheinlich den gleichen Preis wie im Vorjahr erzielen“, schätzt Stefan Karall.