Erstellt am 07. Dezember 2011, 08:44

Ein Leben fürs Kinderdorf. PIONIERIN / Maria Weber hat vor 60 Jahren als erste SOS-Kinderdorf-Mutter im weltweit ersten SOS-Kinderdorf begonnen.

 |  NOEN
x  |  NOEN

DEUTSCHKREUTZ / Nach einem erfüllten Leben im und für SOS-Kinderdorf ist mit Maria Weber, eine Pionierin der ersten Stunde, Ende November im Spital in Mödling verstorben.

Sie hat vor 60 Jahren als erste SOS-Kinderdorf-Mutter im weltweit ersten SOS-Kinderdorf in Imst in Tirol ihren Beruf und ihre Berufung zu leben begonnen. Den Schritt hat sie nie bereut und bis zuletzt betont: „Ich würde es sofort wieder machen.“

Maria Weber wurde am 3. Mai 1919 in Deutschkreutz geboren. Nach der Schule übersiedelte die Bauerstochter nach Wien und absolvierte die dreijährige Ausbildung zur Pfarrschwester. Ihre erste Anstellung fand sie in Pfunds/Tirol, wo sie erstmals die Zuschriften von Hermann Gmeiner erhielt. „Da spendete ich 3,60 Schilling für den Bau von ‚Haus Weihnachten‘. Ich legte also einen Grundstein für genau das Haus, in dem ich 1951 selber SOS-Kinderdorf-Mutter wurde“, erzählte Maria Weber zu den Anfängen mit einem Schmunzeln. 1957 übersiedelte Maria Weber in das neu gegründete SOS-Kinderdorf Hinterbrühl/NÖ. Sie war 20 Jahre SOS-Kinderdorf-Mutter, ging 1977 in Pension und lebte bis zuletzt im „Mütterhaus“ für pensionierte SOS-Kinderdorf-Mütter. Sie hat 20 Kinder groß gezogen, mit denen sie bis zuletzt in regen Kontakt stand und sich über regelmäßige Besuche auch ihrer mehr als 50 Enkel- und Urenkelkinder freute. Lebensfreude und Zufriedenheit, Nachsicht und Humor sowie tiefe Gläubigkeit zeichneten Maria Weber aus und waren Basis für ein reiches und erfülltes Leben.

An ihrem 90. Geburtstag SOS-Kinderdorf Hinterbrühl: Maria Weber.