Erstellt am 21. September 2011, 08:01

Ein Tor zum Blaufränkischland. NEUE TOURISMUSATTRAKTIONEN / Ein „WeinSteinWeg“, Rastplätze, Weinterrassen und mehr sollen neue Gäste ansprechen und zum längeren Verweilen anregen.

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NECKENMARKT / Zwei Säulen bei der Einmündung des Güterwegs nach Neckenmarkt in die B62 sollen künftig das Tor zum Blaufränkischland markieren. Gleichzeitig soll gleich hinter dem Platz, an dem der Fahnenschwinger steht, ein Infopoint mit Pavillon, Sitzgelegenheiten, Infotafeln, überdachten Fahrradabstellplätzen und WC-Anlagen entstehen, wo sich der Gast über die gesamten Veranstaltungen im Blaufränkischland informieren kann und auch der „WeinSteinWeg“ starten soll.

Der „WeinSteinWeg“ ist die zweite große Säule in einem Projekt, das in Neckenmarkt gestartet wird, um die Infrastruktur zum Thema Wein und Tourismus auszubauen. Projektträger ist der Tourismusverband, als Projektpartner fungieren die Gemeinde mit dem Tourismusausschuss rund um Leo Mayerhofer, einem der geistigen Väter des Projekts, Infrastruktur KG, Weinbauverein und Verschönerungsverein. Ziel ist es neue Gästeschichten anzusprechen und Besucher zu einem längeren Aufenthalt in Neckenmarkt zu animieren sowie den Absatz von regionalen landwirtschaftlichen Produkten und des Weinbaus zu fördern.

Steine informieren über die  Neckenmarkter Weinrieden

Der „WeinSteinWeg“ wird die Besucher auf einem rund 12 Kilometer langen Rundwanderweg durch die Neckenmarkter Weingärten führen. Steine aus dem Neckenmarkter Steinbruch, die mit Infotafeln versehen sind, informieren über die einzelnen Rieden, Rebsorten und das jeweilige Terroir. An Panoramapunkten schildern zusätzliche Infotafeln lokale Geschichten und beschreiben die Umgebung. Auch die ursprünglichen rund 80 bis 90 Jahre alten Weingartenhütten sollen zugänglich gemacht werden, Rastplätze in Kooperation mit Vereinen aus dem Ort gestaltet werden. Auch Weinterrassen werden im Ortsgebiet geschaffen, um Gästen und der Bevölkerung die Bedeutung des Weins in seiner Tradition und als Wirtschaftsfaktor bewusst machen. Ein touristisches Infoleitsystem soll den Gast zu den touristischen Erlebnispunkten in Neckenmarkt führen, ein Folder das Gebiet rund um Neckenmarkt mit allen seinen Wander- und Radwegen, touristischen Einrichtungen, Gastronomie und Unterkunftsbetrieben präsentieren.

Weinbaumuseum und  Vinothek werden attraktiviert

Auch die bereits bestehende touristische Infrastruktur soll im Zuge des Projekts ausgebaut werden. In der Ortsvinothek sollen die Voraussetzungen für die Präsentation von innovativen Produkten zum Thema Wein wie zum Beispiel Honig mit Blaufränkisch, Blaufränkisch-Grappe oder Blaufränkisch-Schokolade geschaffen werden und das Weinbaumuseum attraktiviert werden. Insgesamt sollen rund 150.000 Euro in das Projekt fließen, für das man auch um eine Förderung beim Verein mittelburgenland plus angesucht hat, wobei das Projekt noch diese Woche im Vorstand behandelt werden soll.

Laut Bürgermeister Hans Iby möchte man noch heuer mit der Umsetzung des Projekts starten. „Die genaue Gestaltung des Tors zum Blaufränkischland wird noch mit der Baudirektion des Landes und den zuständigen Stellen der Bezirkshauptmannschaft akkordiert“, so Iby.

Tor zum Blaufränkischland: So soll der Infopoint am Eingang ins Weinbaugebiet gestaltet werden. ARCHITEKTURBÜRO MAYERHOFER