Erstellt am 21. März 2012, 00:00

EINIGE TIPPS ZUR ABFALLVERMEIDUNG. INFOKAMPAGNE / Der Müllverband will den Anteil an verwertbaren Lebensmitteln im Restmüll deutlich reduzieren.

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OBERPULLENDORF / 2.400 Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr im Burgenland im Restmüll, davon rund 1.500 Tonnen noch im originalverpackten Zustand. Das hat eine Untersuchung des Burgenländischen Müllverbandes ergeben. „Wenn man annimmt, dass ein Kilo Lebensmittel durchschnittlich fünf Euro kostet, würde das zwölf Millionen Euro ergeben. Pro Einwohner sind das 40 Euro“, rechnet Leonhard Schneemann, Obmann des Burgenländischen Müllverbandes (BMV) vor. Der Verband startet daher im heurigen Jahr eine Info- und Bewusstseinskampagne unter dem Motto „Lebensmittel verwenden statt verschwenden“, um den Anteil der verwertbaren Lebensmittel im Restmüll deutlich zu reduzieren. Die Bevökerung wird vom BMV Tipps und Tricks erhalten, worauf beim Lebensmitteleinkauf zur Vermeidung von unnötigen Kosten und Abfällen geachtet werden soll.

Zweite Infooffensive zum  Thema „Mehrweg“

Parallel dazu wird es auch eine Informationsoffensive zum Thema „Mehrweg“ geben. „Getränkeverpackungen in Form von Glasflaschen oder Pet-Flaschen ist der Vorzug zu geben“, betont BMV-Obmannstellvertreter Werner Gradwohl. Und gibt folgendes Beispiel: Für 1.000 Liter Bier, das in Aluminium-Dosen abgefüllt wird, braucht man 46 Kilogramm Rohstoff, für die gleiche Menge in Glasflaschen nur 26 Kilogramm Rohstoff. Mehrweg schont also Ressourcen und vermeidet gleichzeitig Abfälle, so der BMV.

Dieser beschäftigt sich im heurigen Jahr auch wieder mit einigen EU-Projekten. Zum einen unterstützt man die Slowakei beim Aufbau eines Sammel- und Verwertungssystems für Baum- und Strauchschnitt, andererseits wird ein Projekt unter dem Titel „Sozial produziert“ vorangetrieben, das die Zusammenarbeit von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern mit Sozialbetrieben zu vertiefen und zu erweitern versucht. Dadurch sollen nachhaltige Produkte und Dienstleistungen in guter Qualität entstehen. Die Kampagne gegen illegale Abfallsammler soll ebenso weitergeführt werden wie jene zur Steigerung der Mülltrennungs-Effizienz in Wohnhausanlagen.



EINIGE TIPPS ZUR ABFALLVERMEIDUNG

Vorher überlegen: Einkaufszettel schreiben. Kaufen Sie nur Dinge ein, die auf ihrer Einkaufsliste stehen.

Kauf von Großpackungen überdenken.

Einkaufskorb oder Stofftasche nicht vergessen. So sparen Sie sich und der Umwelt ein weiteres Einwegsackerl.

Auf das Ablaufdatum achten, sonst landen Vorräte schneller als gedacht im Müll.

Achten Sie auf die richtige Lagerung.

Aus Lebensmittelresten lassen sich köstliche Restl-Menüs zaubern.