Erstellt am 27. August 2015, 06:42

von Michaela Grabner

Eis aus Lockenhaus: 20.000 Kugeln als Ziel. Eis aus Lockenhaus wird auch in Wien immer gefragter. Schon in vier Bezirken gibt es Heiling-Eis.

Köstliche Vielfalt: 80 verschiedene Sorten Eis produziert Joachim Kitzwögerer in Lockenhaus. Vertrieben wird dieses auch in Oberpullendorf und Wien und vielleicht ab nächstes Jahr auch in Eisenstadt. Foto: Rozsenich  |  NOEN, Peter Rozsenich

2012 hat Joachim Kitzwögerer das neu gestaltete Café Heiling neu eröffnet, 2014 folgten zwei Eisgeschäfte in Wien. Mit der BVZ sprach der Steinmetz über seine neue Passion, das Eisgeschäft.

BVZ: Wie viele Standorte gibt es derzeit, wo Heiling-Eis verkauft wird und gibt es weitere Ausbaupläne?
Kitzwögerer: Wir sind in Lockenhaus und in Oberpullendorf als Franchisesystem im „Bread and Butter“ eingemietet. In Wien führen wir zwei Eis-Straßengeschäfte in der Rotenturmstraße und der Meidlinger Hauptstraße. Außerdem gibt es unser Eis bei „Der Burgenländer“ im zweiten Bezirk und als Franchise in der Praterstraße. Nächstes Jahr ist der Naschmarkt „fällig“ und wir wollen eine Filiale im Burgenland wahrscheinlich in Eisenstadt eröffnen. Ich hätte noch zwei bis drei Geschäfte machen können. Es wurden mir Standorte angeboten, aber ich habe absagen müssen, weil ich die Maschinen noch nicht kaufen konnte. Die Lieferanten glauben an mich, die Banken nicht. Sie sind in keinster Weise bereit, ein Risiko einzugehen. Ich selbst stecke jeden Cent, den ich einnehme, zurück ins Unternehmen.

„Was geht, beziehen wird aus der Region,
die Früchte teilweise aus eigenem Anbau“

BVZ: Wird noch immer das gesamte Eis in Lockenhaus produziert?
Ja, das gesamte Eis wird in Lockenhaus produziert. Wir haben eine neue Produktion bauen müssen im ehemaligen Betrieb meines Vaters.

BVZ: Wie viele verschiedene Sorten haben Sie im Angebot? Welche gehen besonders gut?
Wir haben 80 verschiedene Sorten, davon 17 vegane. Das ist ein unheimlicher Trend in Wien, am Land geht das gar nicht. Beliebte Sorten sind Salzburger Nockerl, Vanille, Straciatella oder Erdbeer. Bei uns ist der Fruchtanteil sehr hoch. Was geht, beziehen wird aus der Region, die Früchte teilweise aus eigenem Anbau. Und wir machen die Grundmasse für unser Eis selbst, das macht das Eis besonders. Meine persönliche Lieblingssorte ist griechisches Joghurt. Haselnuss schmeckt mir auch. Achtzehn bis zwanzig Sorten haben wir dann in der Vitrine und wir wechseln. Wir machen auch neue Kreationen wie Banane-Pistazie.

BVZ: 2014 haben Sie gesagt, das Ziel ist es, 10.000 Kugeln Eis pro Tag zu verkaufen. Wie weit ist es bis dahin noch?
Wir sind schon sehr knapp daran. 20.000 Kugeln pro Tag sind das nächste Ziel. Ein Ziel muss man sich immer höher stecken, denn sonst verdecken die Probleme das Ziel. Bei einem großen Ziel sind die Probleme klein und dann kann man daran vorbeischauen.