Erstellt am 18. August 2011, 07:57

erfolgt im Hotel Sonnenpark. meisten Übernächtigungen in der Region, aber auch Privatzimmer sind gefragt.

THEMA TOURISMUS

VON ELISABETH TRITREMMEL

BEZIRK OBERPULLENDORF /  285.317 Übernachtungen gab es im vergangenen Jahr im Sonnenland. Rund ein Drittel davon entfallen auf das Hotel Sonnenpark in Lutzmannsburg. „Die Auslastung ist fantastisch - im Jahr 2010 hatten wir eine Auslastung von 86,6 Prozent. Das entspricht 86.960 Nächtigungen“, freut sich Wolfgang Stündl, Geschäftsführer der Sonnentherme und des Hotels Sonnenpark.

Therme zieht vor allem  Gäste aus Österreich an

Der Hauptanteil der Gäste im Hotel, etwa 93 Prozent, kommt aus Österreich. „Der Rest teilt sich auf Slowakei, Ungarn, und so weiter auf – also die Länder, die vor der Tür sind. Wir machen auch bewusst Werbung dort“, erklärt Stündl weiter. Mit der klaren Positionierung der Therme und des Hotels auf Familien und Kinder sei man am Markt sehr erfolgreich. Diese Fokussierung schlägt sich auch bei den Angestellten nieder: von den 95 Mitarbeitern sind 13 nur für die Kinderbetreuung zuständig. Lutzmannsburg konnte außerdem zu einer Ganzjahresdestination ausgebaut werden. „Gerade für den Sommer hat sich eine längere Aufenthaltsdauer entwickelt, vor allem wegen der Möglichkeiten für die Kinder. Wir haben ein riesiges Angebot, nicht nur im Wasser“, weist Stündl auf Möglichkeiten wie unter anderem Radwege in verschiedenen Längen und Schwierigkeitsgraden sowie beschilderte Strecken für Inline-Skater hin. „Man kann nicht mehr von Saisonen sprechen. Wir sind ein Ganzjahresbetrieb, wobei es natürlich stärkere und schwächere Zeiten gibt“, so der Geschäftsführer weiter. Die Aufenthaltsdauer der Gäste im Sonnenpark sei noch etwas „durchwachsen“, mit 2,7 Tagen aber für Thermen typisch. Sie liegt auch über dem Durchschnitt der Aufenthaltsdauer der Gäste in der Region, welche im Jahr 2010 bei 2,4 Tagen lag.

Neben den großen Hotels in Lutzmannsburg gibt es in der Region auch viele kleine Zimmervermieter und Pensionen. Eine davon ist die von Herta Mittenbacher geführte Pension „Sunnseitn“ in Neckenmarkt. Auch hier sind Kurzurlauber und Gäste, die sich die Region übers Wochenende ansehen möchten, das vorherrschende Bild. „Bei mir sind sehr viele Leute aus Deutschland, die auf der Durchreise sind und sich das gesamte Burgenland ansehen wollen“, führt sie aus. Seit dem vergangenen Jahr führt Mittenbacher die Pension mit 10 Betten als Ein-Frau-Betrieb. „Ich bin vor allem auf die familiäre Atmosphäre stolz“, so Mittenbacher, die ihre Zimmer nicht mit Nummern, sondern als Erkennungsmerkmal mit deutschen Rosennamen versehen hat. Ihre Gäste kämen aus jeder Altersgruppe, es sind Familien dabei, Radtouristen und auch Weinliebhaber. Sie betont auch, dass es gerade für kleine Unternehmen wichtig sei, mit anderen zusammenzuarbeiten – zum Beispiel mit Winzern oder der Gemeinde.

Gäste würden vor allem über Mundpropaganda zu ihrer Pension finden, seit heuer gibt es auch eine Homepage. Mittenbacher bietet „Urlaub am Seminarbauernhof“ an, daher kann sie in der Pension auch einen großen Seminarraum und Garten bieten. Ihre Pension erhielt 4 Blumen - das ist die Kategorisierung, die „Urlaub am Bauernhof“ verwendet. Vier Blumen sind dabei die höchste zu erreichende Kategorisierung.

Große und kleine Betriebe  werden nachgefragt

Beim Tourismusregionalverband Blaufränkisch Mittelburgenland kann man keinen eindeutigen Trend zu großen oder kleinen Unterkunftsbetrieben erkennen. „Im Grunde genommen wird alles bei uns nachgefragt – große Hotels mit Verbindungsgang zur Therme und auch kleine Hotels und Pensionen, wobei im Winter die Hotels mit Verbindungsgang präferiert werden“, erklärt die Geschäftsführerin des Tourismusregionalverbandes, Michaela Tesch. „Campingplätze sind vor allem bei den deutschen Gästen im Trend. Was auch noch öfter nachgefragt wird, sind Beherbergungsbetriebe, wo Haustiere erlaubt sind. Leider gibt es im Bezirk sehr wenige wo Haustiere erlaubt sind - wäre eventuell ein Ansporn, dies zu ändern.“