Erstellt am 20. August 2014, 11:03

Getreide: Menge gut, Qualität nur passabel. Beim Weizen wurden heuer nur 25 Prozent der Premium- und Qualitätsstufe eingefahren.

Mähdrescher gehören nicht mehr zum Ortsbild: Die Getreideernte im Bezirk ist abgeschlossen. Mit der Qualität sind die Bauern nicht ganz zufrieden.  |  NOEN, BilderBox.com

Die Getreideernte im Mittelburgenland ist abgeschlossen. „Ingesamt kann man sagen, dass die Ernte mengenmäßig über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegt“, so der Leiter des Landwirtschaftlichen Bezirksreferats, Johann Eichberger. Es gibt jedoch große Unterschiede und durchaus Betriebe, die auch unterdurchschnittliche Ernten einfuhren.

Ernte wegen Regen verzögert

Zur Frage der Qualität des Getreides meinte Eichberger auf Anfrage der BVZ, dass sie etwas schlechter wie der Durschnitt ausfiel. So wird etwa der Weizen in Premium-, Qualitäts-, Mahl- und Futterweizen unterteilt, diese Unterscheidungen werden je nach Proteingehalt getroffen und wirken sich auch auf den Preis aus.

„Heuer haben wir etwa 75 Prozent Mahl- und Futterweizen und nur 25 Prozent Premium- und Qualitätsweizen“, berichtet Eichberger. Er schätzt, dass im Mittelburgenland in der Regel etwa 60 bis 70 Prozent Premium- und Qualitätsweizen produziert werden.

Durch die Regenfälle habe sich die Ernte außerdem verzögert, und beim Roggen habe es gegen Ende der Ernte unter anderem Probleme mit Auswuchs gegeben. „Wir haben das auch beim Weizen befürchtet, das hat sich aber nicht eingestellt“, so Eichberger. Auch beim Hartweizen habe man im Bezirk gute Ernten einfahren können, beim Raps war diese nur etwas über dem Durchschnitt.

Niedrigere Preise für Mahl- und Futterweizen erwartet

Preislich werde man beim Premium- und Qualitätweizen etwa beim Vorjahresniveau liegen, für Mahl- und Futterweizen erwartet man eher niedrigere Preise, da es auch mehr Angebot gibt. Dies gilt auch für die Wintergerste, die nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland und Frankreich gute Erträge gebracht hat. Das werde auch Einfluss auf den Preis für die heimischen Bauern haben, so Eichberger.

Als nächstes stehe die Ernte der Herbstkulturen auf dem Programm. „Der Mais hat derzeit einen guten Wachsstumsstand“, so Eichberger. Erst im September und Oktober werden dann Sojabohnen und Sonnenblumen geerntet.