Erstellt am 11. November 2015, 09:28

von NÖN Redaktion

Äpfel: Sorge um Preis. In Klostermarienberg herrscht in den Apfelgärten Hochbetrieb. Die Preisentwicklung ist noch nicht absehbar. Hochbetrieb herrscht derzeit am Marienberg in Klostermarienberg, denn die Apfelernte ist in vollem Gange.

Im Obstgarten: Johann Plemenschits vor einigen seiner Apfelbäume. Die Äpfel der Sorte »Braeburn« werden derzeit geerntet.  |  NOEN

Hochbetrieb herrscht derzeit am Marienberg in Klostermarienberg, denn die Apfelernte ist in vollem Gange.

„Durch den Regen im Oktober um rund zehn Tage später als sonst. Wenn es jetzt mit dem Wetter so weitergeht, dann werden wir wohl bis Ende der Woche fertig sein“, führt Obstbaupräsident Johann Plemenschits aus. Klostermarienberg ist neben Kukmirn, dem Seewinkel und Wiesen eines der Hauptanbaugebiete für Äpfel, im Burgenland gibt es eine Anbaufläche von etwa 500 Hektar.

Die Früchte sind heuer kleiner und haben einen hohen Zuckergehalt. Daher frieren sie auch erst bei minus fünf bis minus sechs Grad, weshalb die Ernte jetzt durchaus noch möglich ist.

„Mit Menge und Qualität zufrieden“

„Durch die kleineren Früchte wird auch die Erntemenge heuer etwas geringer ausfallen“, meint Plemenschits. An sich seie man aber sowohl mit der Menge als auch mit der Qualität der Äpfel zufrieden. „Durch die Trockenheit im Sommer war es heuer sehr arbeitsintensiv, was Pflege und Bewässerung betrifft“, erklärt der burgenländische Obstbaupräsident.

Was Plemenschits Sorgen bereitet, ist die Preisentwicklung bei den Äpfeln. „Man kann die Preise derzeit noch nicht abschätzen. So wie es jetzt aussieht, werden sie vielleicht etwas höher sein als im Vorjahr. Damit wäre man aber noch immer nicht kostendeckend“, erklärt er.

Einzig die Sorte Evelina, deren Anbau in Österreich auf 120 Hektar Produktionsfläche eingeschränkt ist, erzielte im Vorjahr einen Kilopreis von 50 Cent. „Bei allen anderen Sorten lag der Preis bei 18 bis 28 Cent“, so Plemenschits. Man stehe bei den Äpfeln in einem internationalen Wettbewerb und es handelt sich um einen angebotsorientierten Markt.

"Auch auf Regionaliät achten"

Jeden zweiten Freitag im November wird in Österreich der „Tag des Apfels“ begangen. Bis dahin sollte die Ernte in Klostermarienberg abgeschlossen sein.

„Ich lade alle Konsumenten ein, nicht nur auf die Preistafel, sondern auch auf Regionalität zu achten“, betont Plemenschits. Damit bleibe die Wertschöpfung bei den Bauern. Er weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, die Verkaufstellen der Bauern selbst zu nutzen.